Nun, da es nun doch klappte mit den Wortschatzstationen auf Lehrermarktplatz für das Accessbuch ... erreichten mich eine Menge Fragen!
Hier noch einmal der Versuch das ganze genauer zu erklären!
Also, die Grundidee stammt wie im Post von letztem Jahr schon zu lesen von @ms.doubtfire .
Mittlerweile habe ich das Ganze für jede Unit in Klasse 5 gemacht letztes Jahr und zusätzlich ein Stationenlernen für Klasse 9 entworfen passend zum Thema Sherlock Holmes und Crime Stories. Das ganze ist definitv ein Aufwand ... selbst wenn man sie hier kauft noch ... aber es lohnt sich!
Wie läuft das also?
(Fotos spare ich mir hier mal - auf Instagram sieht man da ja einiges und im ersten Post ebenfalls)
Schritt 1
Einführung der Vokabeln - hier kann man sich kleine Geschichten ausdenken, die die wichtigsten (ja - das ist sicher AUCH persönlicher gusto was hier "wichtig" ist) Vokabeln verbinden. Das kann unterstützt werden von Bildkarten an der Tafel oder von der Geschichte im "Buddybook" , einem größeren Laufzettel, in dem die Klasse die Geschichte (und die Vokabeln) entsprechend bereits mit eintragen kann.
Schritt 2
Los geht's dann in die Stationen! Hier gibt es verschiedenes ... und man benötigt da noch einiges an Zusatzmaterial! Versuchen wir es mal zusammen zu fassen... was meistens vor kommt ist folgendes:
Rechtschreibtraining:
- Wortboxen (benötigt werden Buchstabenperlen und 8 kleine Boxen, zB. Streichholzschachteln)2) Wortboxen (benötigt werden Buchstabenperlen und 8 kleine Boxen, zB. Streichholzschachteln)
sehr "hands on" müssen hier die Buchstaben sortiert werden - Alternative dazu sind "Scrambled Words" --> hier kann man schlichtweg die Buchstabenperlen weglassen, macht es aber auch schwerer, da die Buchstaben auf dem Papier sortiert werden müssen ohne sie wirklich hin und her schieben zu können.
- Pommesstation (ausgedruckt auf gelbem Papier und klein geschnitten) sind einfach "Lückenwörter" - hier sind in der Regel erster und letzter Buchstabe angegeben, der Rest muss herausgefunden werden. Dabei schreiben die Schüler/Innen nicht auf die Pommes sondern auf ihre Arbeitsblätter oder ins Heft.
- memory walk - auch Kontextualisierung- hier liegt auf dem Pult ein Blatt mit Bildern, die Klasse hat die Möglichkeit sich die Bilder für 30 Sekunden anzusehen, geht zurück zum Arbeitsblatt und versucht sich an alle Wörter zu erinnern. Als Hilfestellung können Satzanfänge vorgegeben werden.
- How ja say - Lautschrift lesen und in korrekt geschriebene Wörter übertragen. zB, mit dem Material von teacher tales als Hilfe oder Übung vorher
- Investigator's Eye (benötigt werden kleine Lupen) - Wörter sehr klein in Bildern verstecken, suchen lassen und korrekt aufschreiben
Zuordnung und Kontextualisierung:
- magic hat/ talking zylinder (benötigt wird ggf der magische Zylinder von Betzold oder aber ein Eigenbau ...oder aber ihr dreht natürlich einfach die Karten um für die Lösung ;-) ) Hier sind Bilder und Satzanfänge auf der einen Seite, in Zweierteams müssen die Karten dann gelöst werden.
- Klammerkarten (je 8 Büroklammern pro laminierte Karte sind nötig)
- memory walk - auch Rechtschreibung- hier liegt auf dem Pult ein Blatt mit Bildern, die Klasse hat die Möglichkeit sich die Bilder für 30 Sekunden anzusehen, geht zurück zum Arbeitsblatt und versucht sich an alle Wörter zu erinnern. Als Hilfestellung können Satzanfänge vorgegeben werden.
- bumper words - diese funktionieren über das bewährte "odd one out" prinzip. Das nicht (inhaltlich!) zur Gruppe passende Wort wird in die nächste Gruppe der Wörter geschoben. man kann hier beliebig viele thematisch passende Gruppen hintereinander schalten.
Sprechen / Phonetik
- auch hier natürlich der magic hat
- mit der talking wall kann hier noch mehr eingeübt werden (zB elektronisch über Betzold, möglich auch mit Karaokemikrofonen etc )
- How ja say - Lautschrift lesen und in korrekt geschriebene Wörter übertragen
- Dialogkarten oder Partnerinterviews können passend zum jeweilgen Theme noch zusätzlich genutzt und erstellt werden
weitere Möglichkeiten und Spiele
- es gibt so viele tolle Paarretto / Domino / I have who has ....
vieles davon lässt sich hervorragend nutzen um die Stationen zu ergänzen oder Wartezeiten überbrücken
! Wichtig!
Selbstkontrolle ist das A und O! Zu jeder STation sollte also eine Lösung bereit liegen. Eine Abschlusskontrolle mache ich dennoch oft noch! Dabei markiere ich aber nur WO ein Fehler ist --> korrigieren sollen alle selbst!
Schritt 3
Hier kann man theoretisch noch eine (Haus-) Aufgabe einfügen, zB. weiterführende Mindmap oder eine gewisse Anzahl von Sätzen mit mindestens X der neuen Worte bilden lassen. Erfahrungsgemäß sitzen die Vokabeln aber schon wenn die Stationen vernünftig durchgeführt wurden von den Kids! Knackpunkt ist natürlich die Selbstkontrolle.
Lohnt der ganze Aufwand?
Mein Gefühl: ganz klares JA!
Es muss ja nicht zu jeder Unit sein - vielleicht möchte man es nur thematisch machen, vielleicht auch andere Stationenschwerpunkte legen. Der Phantaise sind da keine Grenzen gesetzt. Ich wünschte wirklich so eine Möglichkeit im Ref schon kennengelernt zu haben. Wortschatzarbeit ist sonst ja oft so ein Stiefkind - "Vokabeln lernen müssen sie ja selbst" ... JA ... aber mit den Stationen zeigt man ihnen auch verschiedene Möglichkeiten auf WIE man lernen kann! Denn das WIE fehlt oft leider im Tageseschäft!
Ich kann nur sagen: testet es aus! :-)
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