Kleine Formen – große Entdeckungen mit dem Tangram

Welche geometrischen Formen stecken eigentlich in einem Tangram-Quadrat?

Können aus denselben Teilen auch ein mittleres Dreieck oder ein Parallelogramm entstehen?

Diesen Fragen gingen die Kinder meiner Klasse 2 selbstständig und handelnd auf den Grund. Durch Ausprobieren, Drehen, Wenden und Verschieben entdecken sie, dass sich verschiedene Tangramformen aus denselben beiden kleinen Dreiecken zusammensetzen lassen. Anschließend übertrugen sie ihre Erkenntnisse auf weitere Legeaufgaben und erprobten ihre Ideen an einem großen Tangram-Dreieck und einer Hausform. Dabei entstanden oft ganz nebenbei spannende Gespräche über Formen, Flächen und unterschiedliche Lösungswege. Besonders schön war, wie schnell die Kinder ins Forschen kamen: Sie probierten aus, verwarfen eine Idee, veränderten ihre Anordnung und freuten sich riesig, wenn die Teile schließlich genau passten.

So werden geometrische Zusammenhänge nicht nur erklärt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes begriffen. Das Material eignet sich als vorbereitender Vorkurs für das spätere Legen komplexerer Tangramfiguren. Gleichzeitig fördert es das räumliche Vorstellungsvermögen, die Ausdauer und das problemlösende Denken. Tipp- und Lösungskarten ermöglichen den Kindern dabei ein möglichst selbstständiges Arbeiten. Eine ruhige, handlungsorientierte Lernidee für den Mathematikunterricht, die zeigt, wie viel Entdeckerfreude in nur sieben geometrischen Formen stecken kann.

Viel Freude damit.

Tags: mathematik klasse 2, tangram klasse 2, geometrie, geometrische formen entdecken

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