Lesen lernen heißt verstehen lernen – mit dem „Lesen & Verstehen: Lesestart“

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Lesen lernen heißt verstehen lernen – mit dem „Lesen & Verstehen: Lesestart

Lesen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Kinder in der Schule erwerben. Es geht dabei um weit mehr als das richtige Vorlesen einzelner Wörter oder Sätze. Kinder müssen verstehen, was sie gelesen haben, wichtige Informationen erkennen und Zusammenhänge herstellen können. Genau hier beginnt das sinnentnehmende Lesen.

Diese Fähigkeit ist nicht nur für den Deutschunterricht entscheidend. Auch in Mathematik, Sachunterricht und später in nahezu allen weiteren Schulfächern müssen Kinder Aufgabenstellungen, Erklärungen und Sachtexte verstehen. Wer einen Text zwar vorlesen kann, seinen Inhalt aber nicht erfasst, stößt deshalb schnell auf Schwierigkeiten.

Was bedeutet sinnentnehmendes Lesen?

Beim Lesenlernen konzentrieren sich Kinder zunächst darauf, Buchstaben zu erkennen, Laute miteinander zu verbinden und Wörter richtig zu erfassen. Das ist eine wichtige Grundlage – aber noch nicht das eigentliche Ziel des Lesens.

Sinnentnehmendes Lesen bedeutet, dass ein Kind die gelesenen Informationen verarbeitet. Es kann beispielsweise sagen:

  • Wer kommt im Text vor?

  • Wo spielt die Geschichte?

  • Was ist passiert?

  • Welche Aussage ist richtig?

  • Welche Information steht nicht im Text?

Ein Kind kann einen Satz flüssig vorlesen und trotzdem Schwierigkeiten haben, eine einfache Frage dazu zu beantworten. Deshalb sollten Leseflüssigkeit und Leseverständnis von Beginn an gemeinsam gefördert werden.

Was uns die PISA-Ergebnisse zeigen

Wie bedeutsam die Leseförderung ist, zeigen auch die Ergebnisse der PISA-Studie 2022. Die Lesekompetenz der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist gegenüber der vorherigen Erhebung deutlich zurückgegangen. Rund 26 Prozent der getesteten Jugendlichen wurden im Bereich Lesen als leistungsschwach eingestuft. Deutschland lag damit nur noch auf dem durchschnittlichen Niveau der OECD-Staaten.

Natürlich untersucht PISA keine Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Die Ergebnisse machen aber deutlich, dass Schwierigkeiten beim Lesen nicht automatisch verschwinden. Wer Texte nicht sicher verstehen kann, begegnet im Laufe der Schulzeit immer größeren Herausforderungen.

Leseförderung sollte deshalb nicht erst dann beginnen, wenn sich deutliche Probleme zeigen. Kinder benötigen von Anfang an regelmäßige, passende und bewältigbare Leseangebote. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge der gelesenen Texte an, sondern vor allem auf deren Passung.

Warum sehr kurze Lesetexte wichtig sind

Viele Materialien zum Leseverständnis setzen bereits eine gewisse Leseflüssigkeit voraus. Für Kinder, die gerade mit dem Lesen beginnen oder noch unsicher sind, können lange Texte, kleine Schrift und umfangreiche Aufgaben schnell überfordernd wirken.

Ein zu schwieriger Text führt häufig dazu, dass ein Kind einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit für das Entziffern einzelner Wörter benötigt. Für das eigentliche Verstehen bleibt dann kaum noch Energie übrig.

Sehr kurze und übersichtlich gestaltete Texte helfen dabei, diese Belastung zu reduzieren. Die Kinder können sich auf wenige Informationen konzentrieren und erleben schneller ein Erfolgserlebnis:

Ich habe den Text gelesen. Ich habe ihn verstanden. Ich kann die Fragen beantworten.

Solche Erfolgserlebnisse sind für die Lesemotivation besonders wertvoll. Kinder, die sich beim Lesen als erfolgreich erleben, sind eher bereit, erneut zu einem Text zu greifen und weiterzuüben.

Der „Lesestart“ als niedrigste Stufe der Reihe

Genau für diese erste Phase ist mein Material Lesen & Verstehen – Lesestartentstanden. Es bildet die besonders leichte Einstiegsstufe meiner Lesen-&-Verstehen-Reihe.

Das Material enthält 20 kurze Geschichten aus dem Kinderalltag und kleine Abenteuer. Die Kinder lesen beispielsweise von einem verschwundenen Turnschuh, einem neuen Platz in der Klasse, einem Schatz im Sand oder einer Reise im Karton.

Jeder Lesetext befindet sich auf einer eigenen Seite und folgt demselben klaren Aufbau:

  • sehr kurzer und überschaubarer Lesetext

  • besonders große, gut lesbare Schrift

  • großzügiger Zeilenabstand

  • drei einfache Aufgaben zum Textverständnis

  • übersichtliche Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen

  • eine kindgerechte Selbsteinschätzung

  • eine Schwarz-Weiß-Illustration zum Ausmalen

Der wiederkehrende Aufbau gibt den Kindern Sicherheit. Nach kurzer Einführung können viele Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstständig mit den Seiten arbeiten.

Für welche Kinder eignet sich der Lesestart?

Der Lesestart eignet sich insbesondere für:

  • Leseanfängerinnen und Leseanfänger in Klasse 1

  • leseschwächere Kinder in Klasse 2

  • Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf

  • DaZ- und DaF-Lernende

  • Kinder, die von langen Texten schnell überfordert sind

  • Schülerinnen und Schüler, die erste Erfolgserlebnisse beim sinnentnehmenden Lesen benötigen

Dabei muss das Material nicht ausschließlich im Klassenverband eingesetzt werden. Es eignet sich ebenso für die Einzelförderung, kleine Fördergruppen oder zusätzliche Übungsphasen.

Flexible Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Die einzelnen Texte können unabhängig voneinander verwendet werden. Dadurch lässt sich der Lesestart flexibel in unterschiedliche Unterrichtssituationen integrieren, beispielsweise:

  • in der Freiarbeit

  • im Wochenplan

  • während einer festen Lesezeit

  • als Fördermaterial

  • als zusätzliche Aufgabe

  • als Hausaufgabe

  • in Vertretungsstunden

  • als didaktische Reserve

  • für eine kleine Lesekartei

Die beigefügten Lösungen ermöglichen eine schnelle Kontrolle. Ausführliche Lehrkräftehinweise geben außerdem Anregungen zum Einsatz, zur Differenzierung und zur Beobachtung des Lernfortschritts.

Kleine Schritte bilden die Grundlage

Sinnentnehmendes Lesen entwickelt sich nicht durch einzelne große Aufgaben, sondern durch viele kleine und passende Übungsschritte. Kinder brauchen Texte, die sie herausfordern, ohne sie zu überfordern.

Der Lesestart setzt deshalb ganz bewusst auf kurze Texte, klare Fragen und eine ruhige Seitengestaltung. Er soll Kindern zeigen, dass Lesen nicht nur anstrengend ist, sondern zu Erfolg, Entdeckung und Freude führen kann.

Denn wer früh erlebt, dass Lesen gelingt, entwickelt Schritt für Schritt die Grundlage für längere Texte, anspruchsvollere Aufgaben und erfolgreiches Lernen in allen Fächern.

Hier findest du „Lesen & Verstehen – Lesestart“ mit 20 kurzen Lesetexten für Leseanfänger

Quellen:

Kultusministerkonferenz:PISA-2022-Ergebnisse vorgestellt

OECD:PISA 2022 Ergebnisse – Lernstände und Bildungsgerechtigkeit

Tags: deutsch, pisa-studie, sinnentnehmendes lesen, lesen, lesetraining, leseverstandnis, leseverstehen, lesetext, grundschule, klasse 1, klasse 2

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