Warum ist Monotonie Gift für uns, wenn wir etwas lernen wollen?
Zugegeben, dieser Satz ist sehr verallgemeinert. Es gibt auch Menschen, die besser durch monotones Lernen lernen. Zudem gibt es Situationen, in denen monotones Lernen sogar angebracht ist.
Wenn wir gewisse Abläufe üben wollen, wie zum Beispiel eine Tonleiter auf der Gitarre, das Lernen von Wortschatz oder gar einen körperlichen Bewegungsablauf in einer Sportart, machen wir oft genau das Gleiche immer und immer wieder, um es zu automatisieren.
Dies geschieht teilweise auch in kommunistischen Ländern. Dort handelt es sich oft eher um Drillübungen, die zu Höchstleistungen führen sollen: immer und immer wieder das Gleiche.
Aus wissenschaftlicher Sicht kann dies über kurze Zeiträume sogar gewinnbringend sein. Wenn wir jedoch die Auswirkungen auf das langfristige Lernen betrachten, wird Folgendes deutlich:
Lernende, die monoton lernen, verbessern sich vor allem in genau dieser einen Sache.
Lernende, die abwechslungsreich lernen, verbessern sich in mehreren Bereichen. Zudem steigern sie ihre Fähigkeit zum Transfer des Gelernten erheblich.
Wenn ich also immer die gleiche Übung zu Possessivpronomen mache, kann ich darin durchaus ein Meister werden.
Wenn ich aber auf verschiedene Arten übe, zum Beispiel durch:
Lückentexte
Partnerinterviews
Krimis
Schreibaufträge
Fehlerkorrekturen
dann kann ich ebenfalls ein Meister werden, jedoch mit einer flexibleren Anwendung des Gelernten.
Des Weiteren kommt hinzu, dass wir bei kreativen Aufgaben und vernetztem Denken wichtige Hirnregionen zusätzlich aktivieren.
Wenn wir Übungen machen, die uns etwas mitteilen oder berühren, können wir das Gelernte mit Emotionen und weiteren Sinneseindrücken verknüpfen. Dies unterstreicht für unser Gehirn die Bedeutung des Gelernten und hilft dabei, Inhalte langfristig zu speichern.
Sie sehen: Auch hier sind Abwechslung und ein der Situation angemessener Unterricht oft von grosser Bedeutung.
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.