
Der Unterrichtsbesuch gehört zu den stressigsten Terminen im Referendariat. Das meiste davon ist aber nicht der Unterricht selbst, sondern das Gefühl, etwas zu vergessen. Mit einem klaren Ablauf wird aus Panik Routine.
So bereitest du dich in Etappen vor:
Rund eine Woche vorher: Thema und Kompetenz mit der Fachleitung abstimmen, einen groben Rohentwurf und die Lerngruppenanalyse skizzieren.
Drei bis vier Tage vorher: Feinschliff am Entwurf, Material erstellen, Differenzierung und einen Plan B für Technik oder Zeit einbauen. Nicht erst am Wochenende davor – bei einem Montagstermin ist das zu spät.
Am Tag davor: Kopien zählen, Sitzplan mit Namen für die Gäste vorbereiten, Technik testen, zwei bis drei mögliche Nachfragen der Fachleitung durchdenken.
Nach dem Besuch: die Stunde strukturiert reflektieren – erst beobachten, dann deuten, dann Konsequenzen ziehen, immer am konkreten Verhalten der Lernenden.
Warum das funktioniert:
Wer den Ablauf einmal als Checkliste hat, muss nicht jedes Mal neu grübeln. Das senkt die Nervosität und du kannst dich auf das konzentrieren, worum es geht: eine gute Stunde für deine Klasse.
Was oft unterschätzt wird: Die Fachleitung fragt selten nach dem, was gut lief. Sie fragt, warum du dich so entschieden hast. Wer seine Sozialform, seine Differenzierung und seine verworfene Alternative begründen kann, wirkt souverän – auch wenn die Stunde nicht perfekt lief.

Dein Einstieg:
Lade dir die kostenlose Checkliste Unterrichtsbesuch Referendariat herunter und arbeite sie Punkt für Punkt ab. Für die Nachbesprechung gibt es ebenfalls kostenlos den Reflexionsbogen Unterrichtsbesuch. Wenn du den kompletten Entwurf inklusive ausgefülltem Muster und Erwartungshorizont willst, findest du im Shop drei UB-Kits: für NaWi und Biologie, für GL und Erdkunde und neu für Ethik und Praktische Philosophie.
Wir drücken die Daumen für deinen nächsten Besuch – erzähl uns, wie er lief!
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.