Viele denken bei dem Lehrerberuf zuerst an Unterricht, Klassenarbeiten oder Ferien.
Aber kaum jemand spricht darüber, wie anstrengend Elternabende eigentlich sein können.
Denn Elternabende bedeuten nicht einfach nur „ein bisschen reden“. Oft steckt dahinter stundenlange Vorbereitung:
Informationen sammeln,
Präsentationen erstellen,
organisatorische Fragen klären,
Gespräche vorbereiten
und gleichzeitig hoffen, dass der Abend ruhig verläuft.
Und dann sitzt man dort zwischen besorgten Eltern, kritischen Nachfragen, Diskussionen über Noten, Handynutzung oder Klassengemeinschaft – und versucht, allen gerecht zu werden.
Gerade am Anfang meiner Lehrerzeit haben mich Elternabende unglaublich nervös gemacht. Ich hatte Angst, etwas Falsches zu sagen oder auf spontane Fragen keine perfekte Antwort zu haben.
Heute weiß ich:
Perfektion erwartet eigentlich niemand.
Eltern wünschen sich vor allem Ehrlichkeit, Struktur und das Gefühl, dass ihre Kinder ernst genommen werden.
Was mir bei Elternabenden mittlerweile hilft:
nicht alles persönlich nehmen,
ruhig bleiben,
klare Grenzen setzen,
offen kommunizieren,
und sich bewusst machen, dass man nicht jede Diskussion „gewinnen“ muss.
Denn Schule funktioniert nur gemeinsam – auch wenn das manchmal herausfordernd ist.
Und ganz ehrlich:
Nach manchen Elternabenden bin ich müder als nach einem kompletten Schultag.
Genau über solche echten Erfahrungen aus dem Schulalltag spreche ich übrigens auch in meinem Spotify-Podcast „Lehreralltag“. Dort geht es um alles rund um Schule, Unterricht, Stress, Motivation und den ganz normalen Wahnsinn im Lehrerberuf.
🎧 Podcast: Lehreralltag
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