Kindertexte verdienen Öffentlichkeit. Was geschrieben wird, bekommt Bedeutung, wenn es gelesen, gezeigt und gewürdigt wird. Das Konzept der „besten Texte“ meint nicht objektive Bewertungen, sondern basiert auf dem Prinzip der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Schreibqualität. Kinder wählen Texte aus, auf die sie selbst stolz sind. Das stärkt:Selbstwirksamkeit und Motivation, Reflexionsfähigkeit über Sprache und Verantwortung für den eigenen Lernprozess. Diese Form der Wertschätzung entspricht dem Prinzip der Subjektorientierung in der modernen Schreibdidaktik. Nach Feilke oder Spinner ist die „kommunikative Anschlussfähigkeit“ von Texten entscheiden.Ein Text wird wertvoller, wenn er Adressaten hat und Gegenstand eines metasprachlichen Gesprächs wird. Eigene Texte sind ideale Lerngelegenheiten. Ihre Würdigung, Reflexion und Präsentation sind keine Kür, sondern didaktischer Kern.
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