Manchmal kommt das Leben anders – und besser als gedacht.
In meiner Elternzeit hat sich für mich eine spannende Tür geöffnet: Seit Kurzem bin ich Lehrbeauftragte an einer Hochschule und darf dort das Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ unterrichten. Ein Thema, das viele eher mit trockenen Zitierstilen und Literaturverzeichnissen verbinden – ich aber mit Neugier, Reflexion und Mut zum Denken.
*Wie es dazu kam: Elternzeit mit Perspektivwechsel*
In der Elternzeit stand für mich neben Familie auch die Frage im Raum: Was möchte ich als Pädagogin beruflich weiterentwickeln? Dass genau in dieser Zeit eine Anfrage zur Lehre an mich herangetragen wurde, war überraschend – aber auch genau richtig. Statt Rückzug bedeutete Elternzeit in meinem Fall einen neuen beruflichen Aufschlag.
*Wissenschaftliches Arbeiten: trocken oder transformierend?*
Das Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ ist an vielen Hochschulen der erste Berührungspunkt mit akademischem Denken. Und Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht schon mal beim Gedanken an Zitationsregeln und Gliederungsfragen leicht überfordert gefühlt? Für mich steht aber nicht das „Wie formatiere ich das Literaturverzeichnis?“ im Zentrum, sondern:
👉 Wie denken wir wissenschaftlich?
👉 Wie entwickeln wir tragfähige Fragestellungen?
👉 Wie bleiben wir dabei kritisch, offen – und menschlich?
Gerade Studierende aus pflegepädagogischen, sozialen oder psychologischen Studiengängen bringen Lebenserfahrung und Berufspraxis mit – und ich finde es faszinierend, gemeinsam mit ihnen das wissenschaftliche Denken als Haltung zu entwickeln, nicht nur als Regelkatalog.
Herzlichst
MrsNewton
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.