Was bleibt von dieser Woche?
Freitag, 17:42 Uhr. Der Tee ist noch zu heiß, um ihn zu trinken, und mein Kopf ist eigentlich noch in der Schule. Diese Woche war… gemischt. Voll. Und ehrlich gesagt: ein bisschen ernüchternd.
Die Klassenarbeit zur Tierkunde lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe mir Mühe gegeben mit der Vorbereitung, dachte, die Kinder wären gut dabei – und dann die Ergebnisse. Vielleicht war es zu viel? Zu schnell? Oder sie waren einfach nicht bereit. Ich merke, wie schnell ich dann an mir selbst zweifle – obwohl ich weiß, dass Lernen nicht linear verläuft.
Dann war da diese Diskussion am Freitag zum Thema Respekt – untereinander, aber auch gegenüber uns Lehrer*innen. Ich habe gemerkt, wie sehr mich das bewegt. Weil ich spüre, wie sehr wir uns bemühen, für unsere Klassen da zu sein – und wie weh es tut, wenn einem dieser Einsatz manchmal mit Misstrauen oder Spott begegnet. Es war kein leichter Moment. Aber ein wichtiger.
Zwischendrin: Frühblüher malen mit Buntstiften.
Es war so still im Raum, dass man fast das Wachsen hätte hören können. Kleine Farbmomente, große Konzentration. Einer der Schüler, der sonst immer in Bewegung ist, hat zehn Minuten am Stück nur gemalt. Ohne Worte, ohne Störung. Ich habe ihn einfach nur beobachtet. Dieser Moment bleibt.
Und dann – wie ein ständiger Nebenton – viele, viele Fragen zur bevorstehenden Klassenfahrt. „Wie viele Betten gibt’s im Zimmer?“ „Dürfen wir Süßigkeiten mitnehmen?“ „Was ist, wenn ich Heimweh bekomme?“
So viel Vorfreude, so viel Unsicherheit. Ich kann sie alle verstehen. Ich habe selbst noch keine endgültige Packliste.
Was bleibt also von dieser Woche?
Gedankenanstoß für dich:
Was war dein „leiser Moment“ diese Woche – einer, den vielleicht nur du bemerkt hast? Und: Wo bist du mit dir selbst zu streng gewesen?
Jetzt sind erstmal Ferien. Und ich atme erstmal durch.
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