Lieber 1-2 Stunden draußen
Wir alle wissen, dass Kinder heutzutage zu viel drinnen sind. Kinder sollten täglich – und dass bei jedem Wetter – mindestens ein bis zwei Stunden an die frische Luft. Wir müssen darauf achten, dass Kinder nicht nur im Stadtverkehr befinden, sondern auch regelmäßig in der freien Natur aufhalten.
Als Lehrer und Pädagogen haben wir nur begrenzte Möglichkeit, können aber Impulse setzen und im besten Fall mal einen Wald- oder Parkspaziergang ermöglichen.
Soziale Strukturen sind anders draußen
Es bietet eine gute Möglichkeit, Bildung und Naturerfahrung zu kombinieren. Kinder werden durch die direkte Auseinandersetzung mit der Natur nicht nur sensorisch gefordert, sondern entwickeln auch ein tiefes Verständnis für ökologische Zusammenhänge, wenn sie zum Beispiel einen Käfer in freier Natur beobachten können. Im Wald können Schüler eigenständig Entdeckungen machen, die ihre Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten fördern, wie durch das Bauen von Naturkunstwerken oder das Auffinden von Pflanzen. Solche Aktivtäten stärken Teamarbeit und das soziale Miteinander und bieten Schülern, denen das formale Lernen mitunter schwer fällt, gute Möglichkeiten sich zu behaupten und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Waldtage sind mehr als nur Ausflüge
Darüber hinaus bieten Waldtage die Chance, Werte wie Verantwortung und Respekt gegenüber der Natur zu vermitteln. Kinder lernen, dass jeder Teil des Ökosystems eine Rolle spielt und dass ihre eigenen Handlungen Auswirkungen haben können, wie zum Beispiel beim Müll aufsammeln.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Förderung der motorischen Fähigkeiten: Klettern, Laufen über unebene Wege und das Balancieren auf Baumstämmen stärken die körperliche Gesundheit.
Lernen darf abwechslungsreich sein
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, den Unterricht zu differenzieren. Im Wald können wir den Lernprozess spielerisch und erfahrungsorientiert gestalten, wodurch verschiedene Lerntypen angesprochen werden. Solche Erlebnisse bleiben in der Erinnerung und wirken langfristig. Zudem trägt das Lernen im Freien zur Stressreduktion bei, was sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden der Kinder auswirkt.
In der heutigen digitalen Welt ist es wichtiger denn je, Kinder wieder für die Natur zu begeistern, um eine nachhaltige und umweltbewusste Generation heranzubilden. Durch die Integration von Waldarbeit in den Schulalltag bieten wir Kindern somit nicht nur Bildung, sondern auch Lebensbewusstsein und Freude am Draußensein.
Ideen für einen gelungen Waldspaziergang:
- Ein Dorf für kleine Zwerge/Wichtel bauen
- Pflanzen und Tiere bestimmen
- Waldbingo
- Einen Waldparcour durchlaufen
- Naturmaterialen sammeln (für z.B. Kunstwerke)
- Waldinstrumente bauen
- Knoten lernen
- Hütte bauen
- Tiere beobachten und bestimmen
- Müll aufammeln
Meine Materialien 3 Waldaktivitäten für aufmerksame Kinder, Blätter und Bäume Merkblatt und Test und Mini-Heft Blätter bestimmen helfen bei der Vorbereitung und Umsetzen eines erfolgreichen Waldtages!
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