Das Thema Krieg ist eines der komplexesten Themen, die du im Unterricht behandeln kannst, und gleichzeitig eines der wichtigsten, insbesondere in Anbetracht aktueller politischer Ereignisse. Insbesondere die Themen Nationalsozialismus und Friedensarbeit sind anspruchsvoll, aber enorm wichtig für das Verständnis unserer Geschichte und die Förderung von Empathie. Der dtv Verlag bietet dir verschiedene Unterrichtsmaterialien an, die dich dabei unterstützen können, diese Themen altersgerecht zu vermitteln.

Bestimmt wird alles gut von Kirsten Boie (3. + 4. Klasse) - Das Buch „Bestimmt wird alles gut“ erzählt die Fluchtgeschichte einer syrischen Familie und richtet sich besonders an jüngere Schüler und Schülerinnen. Was dieses Buch besonders macht, ist seine einfache Sprache und die positive Grundstimmung, die trotz des schweren Themas mitschwingt. Es eignet sich gut, um mit Grundschülern über Flucht und Ankommen zu sprechen, ohne sie zu überfordern. (Zu diesem Buch gibt es auch ein Eduki Interactive)
Samir und Jonathan von Daniella Carmi (4. Klasse) - In „Samir und Jonathan“ wird die Freundschaft zwischen einem palästinensischen und einem jüdischen Jungen thematisiert. Das Besondere an diesem Buch ist die Darstellung der Kriegserfahrungen aus der Perspektive zweier Kinder, die sich eigentlich auf unterschiedlichen Seiten eines Konflikts befinden. Es ist eine berührende Geschichte über die Hoffnung auf Frieden und die Möglichkeit von Verständigung trotz aller Unterschiede.
Kinder unterm Hakenkreuz von Frank Schwieger (6. – 8. Klasse) - Dieses Buch gibt authentische Einblicke in das Leben von Kindern während der NS-Zeit. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es unterschiedliche Perspektiven des Terrors und der Unterdrückung durch den Nationalsozialismus darstellt. Das ermöglicht deinen Schülern und Schülerinnen eine emotionale Verbindung zur Vergangenheit, um die Auswirkungen des Krieges besser nachvollziehen zu können. (Zu diesem Buch gibt es auch ein Eduki Interactive)
Ich überlebte. Ein Mädchen auf Schindlers Liste von Finder und Greene (7. – 9. Klasse) - „Ich überlebte“ erzählt die autobiographische Geschichte eines Mädchens, das den Holocaust überlebte. Durch eine glückliche Fügung kommen ihre Mutter und sie in der Fabrik von Oskar Schindler unter. Ihre Namen landen auf der Liste, die später als ›Schindlers Liste‹ weltweit bekannt werden wird, und sie überleben. Ihre Geschichte ist eindringlich und bestürzend, aber auch voller Hoffnung auf bessere Zeiten.
Krieg von Janne Teller (8. + 9. Klasse) - „Krieg“ von Janne Teller ist ein Gedankenexperiment: Was, wenn in Europa Krieg herrschen würde und wir selbst zu Geflüchteten werden? Es versetzt Schüler und Schülerinnen in eine Situation, die ihnen hilft, Empathie zu entwickeln und den abstrakten Begriff „Krieg“ aus einer persönlichen Perspektive zu betrachten.
Und im Fenster der Himmel von Johanna Reiss (8. + 9. Klasse) - Dieses autobiografische Werk erzählt die Geschichte von Johanna Reiss, die sich während des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden versteckt hat. Der besondere Fokus dieses Buches liegt auf dem Überleben im Verborgenen. Es macht zeigt auf eindrückliche Weise, welche Ängste und Hoffnungen mit dem Leben im Versteck verbunden waren, und gibt so einen sehr persönlichen Einblick in die NS-Zeit.
Dazwischen: Ich von Julya Rabinowich (8. – 10. Klasse) - „Dazwischen: Ich“ beschreibt das Leben eines Mädchens, das mit ihrer Familie aus dem Kriegsgebiet nach Europa geflüchtet ist. Es hebt sich durch die Darstellung des Ankommens und der Integration hervor. Die Schwierigkeiten, eine neue Identität in einem fremden Land zu finden, machen dieses Buch zu einem wichtigen Beitrag zum Thema Flucht und Integration in unserer heutigen Gesellschaft.
Endland von Martin Schäuble (9. + 10. Klasse) - „Endland“ bietet ein modernes Szenario, das nicht weit entfernt scheint: ein dystopisches Europa, in dem Nationalismus wieder erstarkt. Besonders spannend ist, dass das Buch die Perspektive eines jungen Nationalisten und einer geflüchteten Äthiopierin verbindet. Diese duale Erzählweise bietet die Chance, Vorurteile und Ängste kritisch zu hinterfragen und über das Wiedererstarken nationalistischer Tendenzen zu diskutieren.
Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife von Elisabeth Zöller (9. + 10. Klasse) - „Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife“ behandelt den Widerstand während des Nationalsozialismus. Es ist besonders, weil es aufzeigt, dass auch Jugendliche und Kinder aktiv gegen Ungerechtigkeit vorgehen können. Das Buch ermutigt Schüler und Schülerinnen, Zivilcourage zu zeigen und regt dazu an, sich kritisch mit der Frage auseinanderzusetzen, was Widerstand in unserer heutigen Zeit bedeutet. (Zu diesem Buch gibt es auch ein Eduki Interactive)
Unterricht für mehr Empathie
Die genannten Bücher bieten dir als Lehrkraft vielseitige Zugänge zu den Themen Krieg, Flucht, Nationalsozialismus und Frieden. Von persönlichen Fluchtgeschichten über dystopische Visionen bis hin zu Dokumentationen und autobiografischen Berichten: Jedes dieser Werke bietet sich für den vielfältigen Unterricht an. Durch die unterschiedlichen Perspektiven hilfst du deinen Schülern und Schülerinnen, ein tieferes Verständnis zum Nationalsozialismus, aber auch zu aktuellen Ereignissen, zu entwickeln und gleichzeitig die Bedeutung von Frieden und Menschlichkeit zu begreifen.
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