von Kenza Fanit (alias Schatz)

Zum Zwecke des Kennenlernens ist das Modul „Allerlei“ mit 48 Bilderrätseln in 4 Schwierigkeitsstufen gratis diesem methodisch-didaktischen BLOG-Material beigefügt.
Viel Erfolg damit im Unterrichtseinsatz wünscht Euch die Autorin Kenza.
Dieses didaktisches Material auf Wort- oder Satzebene ist geeignet für den Rechtschreibunterricht in der Primarstufe (Grundschule – Förderschule – Orientierungsstufe) – und bestens geeignet für DaF (Deutsch als Fremdsprache)

Vorwort: Sind Kartenspiele im Unterricht sinnvoll ?
Diese Frage können Sie uneingeschränkt mit „Ja“ beantworten, wenn Sie diese motivative Bilderrätsel-Kartenspiele in Ihrem Deutschunterricht, zur Freiarbeit, im Wochenplan usw. zur Schulung der Rechtschreibkunde, Wortkunde, Wortanalyse und zum Wortverständnis einsetzen.
Spielen + Lernen – das ist doch schon immer ein Unterrichtsziel gewesen!
Jedes Bilderrätsel ist als so genanntes REBUS (lat.: durch die Dinge –erklärt–) konzipiert. Dies bedeutet, dass Begriffe bildlich dargestellt und zusammengesetzt werden. Diese Begriffe gilt es zu finden, indem die Bilder entsprechend den Vorgaben analysiert und dann logisch und orthografisch richtig zu einem Wort oder Satz zusammengesetzt werden.

Ein Bilderrätsel wird auch Rebus genannt.
Inhalt:
Dieses Material besteht aus drei mal 12 Bilderrätseln zum jeweiligen Thema (siehe Module 1 bis 15), ausgearbeitet als Arbeitsblätter und Arbeitskarten. Die Bilderrätsel 1 bis 12 sind der Schwierigkeitsstufe 1 (leicht = 3. Klasse); Bilderrätsel 13 bis 24 der Schwierigkeitsstufe mittel (= 4. Klasse) und die Bilderrätsel 25 bis 36 der Schwierigkeitsstufe schwer (5./6. Klasse) zuzuordnen. Außerdem werden zusätzlich etliche Einführungs- und Beispielübungen aufgeführt, um die Vorgehensweise mit einfachstem Material zu üben.

Erklärung:
An einem einfachen Beispiel wird die „Lösungs-Strategie“ erklärt:

1. Bild = WURST (Buchstabe R wird durch N ersetzt und der 5. Buchstabe wird gestrichen)
1. Zwischenergebnis = WUNS
2. Bild = DACH (der 1. und der 2. Buchstabe wird gestrichen)
2. Zwischenergebnis = CH
3. Bild = ZIGARETTE (der 2. bis 5. Buchstabe werden gestrichen)
3. Zwischenergebnis = ZETTE
4. Bild = ELF (der 1. und der 3. Buchstabe wird gestrichen)
4. Zwischenergebnis = L
Lösung: WUNS – CH – ZETTE – L
Methodik:
Dieses vorgenannte Beispiel zeigt die Lösungsstrategie und ist mit den Kindern mit mehreren einfachen Beispielen gut einzuüben. Danach wird –unterstützt durch den Motivationscharakter dieser Rätsel- eine kontinuierliche Leistungssteigerung von Rätselbild zu Rätselbild spürbar sein:
1. Wortschatz: Zunächst werden die Bilder betrachtet und analysiert, dann mit einem Begriff, dem Titel / Name des Bildes belegt. Dieser Bildname wird – am besten in Großbuchstaben – notiert.
2. Lexikonarbeit: Bei Rechtschreibschwierigkeiten bestimmter Wörter muss im Wörterbuch nachgeschlagen werden.
3. Wortbearbeitung: Gemäß den einzelnen Vorgaben wird nun jedes Wort bearbeitet. Dabei sind nur zwei Regeln zu beachten: a) Gestrichene Buchstaben und b) Ersetzungen von Buchstaben. Die dadurch entstandenen Wortteile werden notiert.
4. Wort-Synthese: Die einzelnen Teillösungen werden nun zu einem Wort oder auch zu einem Satz (je nach Schwierigkeitsgrad) zusammengesetzt.
5. Lösung: Dies ist dann die Lösung des Bilderrätsels und wird auf der Arbeits-/Trainingskarte notiert.
Apps (zum bimedialen Lernen)

Dieses Unterrichts-Material wurde zusätzlich nach der „bimedialen“ Lerntheorie von Prof. Bühler digitalisiert; d.h. zu jeder Übung existiert auch die passende PC-Version, so dass es sowohl mit als auch ohne Computer im Unterricht einsetzbar ist: Für einen konventionellen Unterricht gibt es die aktiven, traditionellen Arbeitsblätter bzw. Arbeitskarten und zusätzlich für den modernen Unterricht die entsprechenden interaktiven Lernspielprogramme, welche sowohl online als auch offline und ohne jegliche Installation lauffähig sind.
Das bedeutet für Sie, dass Sie sämtliche „BILDERRÄTSEL“ auch interaktiv und multimedial auf dem Computer, den digitalen Tafeln (Whiteboards) und neuerdings auch auf den mobilen Tablet-PCs in Ihrem Unterricht einsetzen können. Bei Interesse fragen Sie nach dem „bimedialen Bundle“!

Lernformen:
Dieses Material eignet sich sowohl als Einzel- bzw. Partnertraining (*) als auch als Gruppen- bzw. Klassentraining (**)
(*) Zum Einzeltraining sollten Sie die Bilderrätsel ausdrucken und laminieren.
(**) Zum Klassentraining werden die Rätsel entweder per Folie auf einem OHP oder –moderner- auf einem elektronischen Whitebord präsentiert. Dazu öffnen Sie die interaktiven Übungen. Sämtliche Übungen sind auf jedem zur Zeit gängigen elektronischen Whiteboard ohne jegliche Installation und ohne Internetanschluss lauffähig.

Alle Kinder tragen auf ihrer Ergebniskarte (Laufzettel) ihre Lösungen ein, die dann am Schluss besprochen und kontrolliert werden.
Lernziele:
Schulung der Rechtschreibkunde, der Wortkunde und Wortanalyse; Training der kognitiven Grundeigenschaften: Sprachliches Denktraining, Lese- und Schreibfähigkeit, Logik und Kombinatorik, Gedächtnistraining und Merkfähigkeit, sowie das allgemeine Konzentrationsvermögen
Unterrichtsfach:
Deutsch, Deutsch als Fremdsprache (DaF), Förderunterricht, Freiarbeit. Stationenlernen, Vertretungsunterricht
Zielgruppe: Kinder der Primarstufe von 2. bis 6. Klasse
Didaktik:
Bei der einfachen Vorübung Nr. 52 hat das Kind „Handschuh“ so geschrieben, als wären es zwei Wörter: „Hand Schuh“. Es hat nicht erkannt, dass es sich hier um ein Kompositum handelt. Der Fehler gehört zum morphologischen Bereich, da er die Form betrifft.
Diese didaktischen Übungen sind anwendbar für Kinder ab der dritten Klasse, aber speziell auf Kinder mit diesem Formfehler zugeschnitten. Am Ende des Bilderrätsels steht daher das Wort: Handschuh.
Erfahrungsberichte:
Das Kind kann bei dieser Übung folgendes lernen:
1. Zusammengesetzte Wörter (Nomen) bilden ein neues Wort.
2. Aus zwei bedeutungstragenden Wörtern bildet sich nun ein neues Wort mit einer neuen Bedeutung.

3. Daher wird das Wort, welches dem ersten hinzugefügt wird, klein geschrieben. (Die Zusammenschreibung sollten durch rot gekennzeichneten Anfangsbuchstaben hervorgehoben werden.)
4. Der Unterschied von zwei einzelnen Wörtern (Nomen), die jeweils groß geschrieben werden, im Gegensatz zu den zusammengesetzten Wörtern, bei denen der Anfangsbuchstabe des zweiten Wortes klein geschrieben wird, sollte rot markiert werden. So kann das Kind diesen Unterschied erkennen und ihn auf die folgenden Wörter, die die Bilderrätsel anbieten, anwenden.
5. Zuerst schreibt das Kind beide Wörter, die Nomen sind, groß. Dann setzt es im zweiten Schritt diese Wörter zu einem Kompositum zusammen, so dass das zweite Wort klein geschrieben wird. Das Kind lernt das Kompositum also immer im zweiten Schritt.
6 Wichtig ist –besonders im DaF-Unterricht- zu lernen, dass die zweite Wortsilbe das Geschlecht des gesamten Wortes bestimmt.
7. Das Beispiel und ein Bilderrätsel verdeutlichen, dass Komposita eine Buchstabendopplung enthalten können. Dennoch ist dies kein Silbengelenk: Bilderrätsel, Schirmmütze
Das Kind hat die Möglichkeit, dies zu entdecken, da das Kompositum im ersten Schritt ja aus zwei einzelnen Wörtern besteht!
8. Andere Komposita im Bilderrätsel, die keine Dopplung der Buchstaben durch die Zusammensetzung enthalten, zeigen dem Kind, dass es nicht nur solche Wörter gibt.
9. Auch Nomen, die im Plural stehen, können mit anderen Nomen zusammengesetzt werden, wie die Beispiele „Taschentuch“, „Kinderwagen“ und „Hausschuhe“ zeigen.
10. Es kann ein anderes Bildsymbol für ein Nomen mit abweichender Bedeutung verwendet werden, wenn dieses Wort im Wort steckt, zum Beispiel: „Eis“ steckt im Wort „Eisen“.
11. Das Kind kann schließlich selbst zusammengesetzte Wörter suchen. (Zusatzübung)
12. Es kann sie zusammen schreiben und auch andere, vielleicht einfach zu zeichnende Bildsymbole benutzen und den „Rest eines Wortes“, wie bei „Eisen“ das „-en“, als Hilfe aufschreiben.
13. Das Bilderrätsel kann von dem Kind erweitert werden. Das Bilderrätsel enthält grammatisch schwierige Nomen, wie z.B. die Wörter „Topf“, „Schirm“, „Mütze“, „Fenster“, „Netz“, „Krone“ „vier „Tier – Tür“ und „Puppe“. (Die Schwierigkeiten in der grammatischen Schreibung sollten jeweils speziell gekennzeichnet, evtl. unterstrichen werden).
14. Silbengelenke: Einkauf – s – Wagen oder Blume – n - Vase
15. Wenn das Kind eigenständig Bilderrätsel erstellt oder das vorhandene Bilderrätsel um neue Komposita erweitert, kann sich zeigen, ob es ggf. auch schwierigere Nomen verwendet oder diese eher meidet. Fehlerquellen wären dann ein neuer Hinweis darauf, dem Kind gezielt mit ergänzenden Übungen unserer didaktischen Materialien Hilfestellung zu geben.


Grammatikalisches Themengebiet: Die „Komposita“

Lösungen:

Weitere Hilfen:
Nach diesen einfachen Vorübungen sollte man zur Unterstützung des Lernprozesses weitere Hilfen für die Schüler einplanen: Eine gute Möglichkeit bieten spielerisch die sogenannten „Kuckuckswörter“ oder „Wortverstecke“:
Beispiel: Versteckte Tiere finden (Aufgabe)

Beispiel: Versteckte Tiere finden (Lösung)

Am einfachsten geschieht die Einführung in diese Thematik durch unsere vorgefertigten Rätselkärtchen: (Karten ausdrucken, am besten laminieren und dann bearbeiten lassen).
Richtig interessant wird es allerdings, wenn die Kinder soviel Vorwissen und Übung besitzen, dass sie in der Lage sind, eigene Bilderrätsel zu erstellen (so wie in Pkt. 15. beschrieben).
Wenn Sie diese methodische Anleitung befolgen, garantiere ich Ihnen einen erfolgreichen, motivativen Unterricht; die praktische Vorgehensweise dazu schildern die folgenden Lernziele LZ 1 bis LZ 6:
LZ 1: Silbenwörter finden
1a) zweisilbige Wörter finden; z.B. Blume oder Glocke usw.
1b) dreisilbige Wörterfinden: z.B. Krokodil, Blumentopf usw.
1c) mehrsilbige Wörter finden: z.B. Schokolade, Erdbeermarmelade usw.
Hinweis: Empfohlen wird hier –wie aufgezeigt- mit einfachen, zweisilbigen Wörtern zu beginnen
LZ 2: Silbentrennung
Die ausgewählten Wörter werden nach der offiziellen Regel der Silbentrennung getrennt. (Hinweis: später können dann auch Bilderrätsel über die Silben hinaus erstellt werden)
Wählen wir als Beispiel das zweisilbige Wort „Katze“. Empfohlen wird, dass durchgängig alle Rätselwörter in GROSSBUCHSTABEN geschrieben werden: KATZE
1. Silbe ist KAT
2. Silbe ist ZE
LZ 3: Zeichnungen
Gesucht werden einfach zu zeichnende Bilder, in denen mindestens ein oder zwei Buchstaben enthalten sind. à zum Beispiel:
3a) Zeichnung der ersten Wortsilbe: RAD

3b) Zeichnung der zweiten Wortsilbe: ZEH

3c) Lösung: KATZE
LZ 4: Buchstabentausch
4a) R A D getauscht: R = K , D = T ergibt K A T
4b) Z E H gestrichen: 3 ergibt Z E
LZ 5: Wortfindung
Bei der Wortfindung geht es um die Rätsellösung. Diese erfordert eine gewisse Kombinatorik und Logik sowie Wortschatz
5a) Aufgabe: aus R A D wird K A T und aus Z E H wird Z E
5b) Lösung: K AT Z E
LZ 6: Unterrichtsbeispiele (Schülerarbeiten)
6a) Aufgabe1:


6b) Lösung1: Klavier
6c) Aufgabe2:


6d) Lösung2: Glocke
6e) Aufgabe3:


6f) Lösung3: Himmel
Anzeige / Hinweise: Weitere Rebus-Bilderrätsel
Zurzeit gibt es folgende Rebus-Bilderrätsel:
Modul 1: „Allerlei“ , Modul 2: „Fußball“, Modul 3: „Freizeit“, Modul 4: „Berufe“, Modul 5: „Essen“, Modul 6: „Tiere“, Modul 7: „Verkehr“, Modul 8: „Weihnachten“, Modul 9: „Fasching“, Modul 10: „Advent“, Modul 11: „Schule“, Modul 12: „Ostern“, Modul 13: „Schnee“, Modul 14: „Zitate“ Modul 15: „Sprichwörter“ (Modul 1 ist als Einstieg, zum Kennenlernen und zur Einübung der „Rätselstrategie“ geeignet.) Preis pro Modul: 14,95 Euro (49,95 Schullizenz)
Wie eingangs versprochen, liegen sämtliche Rätselkarten des Moduls 1 „Allerlei“ kostenlos hier bei!
Differenzierung:
Jedes Modul beinhaltet insgesamt 36 Karten (je 12 Karten pro 3 Schwierigkeitsstufen *) dazu eine didaktische Kurzanleitung und eine Bastelanleitung für eine Kartenschachtel
*) drei Lernentwicklungsstufen:
Vorstufe = Vorübung zum Kennenlernen und Üben und Trainieren -- Aufgaben 1 bis 12
1. Stufe = leicht = Wortdarstellung in 2 Bildern -- Aufgaben 13 bis 24
2. Stufe = mittel = Wortdarstellung in 3 Bildern -- Aufgaben 25 bis 36
3. Stufe = schwer = Wortdarstellung in 4 und mehr Bildern -- Aufgaben 37 bis 48








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