In der folgenden Unterrichtseinheit sollen die Kinder ihre Vorstellung der gleich großen Gruppen entwickeln und festigen.
Im Fokus stand daher im nächsten Schritt das aktive Bilden gleich großer Gruppen.
1.) Wie immer als Ausgangspunkt - das Vorwissen der Kinder!
Wo begegnen uns im Alltag gleich große Gruppe? Wo sind sie wichtig? Wobei helfen uns gleich große Gruppen?
Zunächst sammelten wir viele Beispiele von Personengruppen: Gruppen beim Sport, Partner- oder Gruppenarbeit in der Schule, Fußballmannschaft usw.
Anschließend äußerten Kinder, dass es z. B. 10er-Packungen beim Einkaufen gibt: 10er-Packung Filzstifte, 10er-Eierkarton, 50er-Packung Tischtennisbälle, Doppelpack Kekse, usw.
Daraus ergab sich ein ertragreicher Austausch darüber, welche Vorteile das Einteilen gleich großer Gruppen haben kann.
Wir spielen Sachsituationen nach, indem gleich große Gruppen gebildet werden sollen. Die Lehrkraft oder ein Kind nennt eine Gruppengröße und die Kinder sollen sich entsprechend aufstellen (auch als "Atomspiel" bekannt). Am besten nutzt man dieses Spiel als kurze Bewegungspause auf dem Schulhof. Aber Achtung: Je nach Klassengröße bleiben bei bestimmten Gruppengrößen Kinder übrig - wichtig ist es daher, vorher zu thematisieren, dass Kinder übrig bleiben können und wie damit FAIR und STREITFREI umgegangen werden kann. Solltet ihr diese Situation umgehen wollen, empfehle ich als Lehrkraft die Gesamtgruppe im Blick zu halten und selbst die Gruppengrößen anzugeben.
Wir bilden gleich große Gruppen mit Spielfiguren. Dazu nutze ich - wie so oft im Mathekreis - meine mobile Whiteboardtafel im Sitzkreis sowie Whiteboardmarker. Schon sehr selbstständig stellten sich die Kinder gegenseitig Aufgaben "Bilde 5 Gruppen. In jeder Gruppe sind 3 Männchen." Die Figuren wurden entsprechen positioniert, Gruppen zur Veranschaulichung eingekreist und ggf. bereits die passende Mal-Aufgabe notiert. Eine sehr motivierende Übung, die auch zur Förderung in Kleingruppen sehr gut genutzt werden kann.
Mein Fokus lag dabei darauf, die Mathesprache hervorzuheben. Wichtig ist mir, dass die Kinder generell im Matheunterricht ihre Handlungen sprachlich begleiten. Das ist nicht nur für die Kommunikation untereinander wichtig, sondern auch förderlich für das mathematische Verständnis. Daher achte ich sehr bewusst darauf, dass ich selbst als Sprachvorbild fungiere, d. h. ich benutze bewusst die Gruppensprache. Zudem achte ich aber auch darauf, die Kinder zu animieren, aktiv die Gruppensprache zu verwenden. "Die Gruppensprache hilft uns dabei, die Multiplikation besser zu verstehen. Ich sehe 5 Dreiergruppen, also schreibe ich die passende Aufgabe 5 mal 3."
Ich hoffe ich konnte dich mit meinem Einblick in den Unterricht inspirieren und wünsche dir und deinen Kindern viel Schulfreude!
Bis zum nächsten Blogpost!
Viele Grüße
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