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Beschreibung

Gewaltprävention

Im Unterrichtsalltag haben Lehrerinnen und Lehrer immer wieder mit aggressivem Verhalten von Schülerinnen und Schülern zu tun und erleben dies oft als Belastung. Auch die Kinder leiden häufig unter dem aggressiven Verhalten ihrer Mitschüler. Daher stellt die Prävention eines solchen Verhaltens ein wichtiges Anliegen im Schulalltag dar.
Eine zentrale Rolle beim Bearbeiten von Streitgeschichten spielen Rollenspiele mit Stabpuppen oder Handpuppen. Mit Hilfe des Rollenspiels können Ernstfälle durchgespielt und verschiedene Lösungen erprobt werden. Es kann den Kindern helfen, alternative Handlungsweisen in Bezug auf Konflikte zu entwickeln. Die Arbeit mit Streitgeschichten dient einer vertiefenden Auseinandersetzung, wenn die Geschichte erarbeitet wird. Zunächst wird die Geschichte erzählt und mit Hilfe von Puppen nachgespielt. Daraufhin kann der Streit mit Hilfe folgender Fragen nachvollzogen werden: "Was ist passiert?, Wer hat was gemacht?, Wie fühlen sich die Beteiligten?". Die Schülerinnen und Schüler können eine Rolle übernehmen und den Konflikt aus der Ich-Perspektive nachspielen. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die spielenden Kinder ihre Gefühle in der jeweiligen Rolle ausdrücken. Anschließend können Lösungen gemeinsam formuliert werden. Zum Schluss berichten die Kinder über ihre Erfahrungen und Gefühle.

Im Streitschlichtungsgespräch sollen die Schülerinnen und Schüler sich über ihre eigenen Interessen, Bedürfnisse und Gefühle Klarheit verschaffen. Sie sollen aber auch die Bedürfnisse und Interessen der Gegenseite verstehen lernen. Am Ende des Gesprächs wird eine für alle akzeptable Vereinbarung getroffen, sodass das Gewinner-Verlierer-Schema durch eine win-win-Situation ersetzt wird, aus der keiner als Verlierer herausgeht.
Grundsatz der Streitschlichtung ist die Freiwilligkeit, d. h. dass kein Kind zu einer Streitschlichtung gezwungen werden soll. Ein Streitschlichtungsgespräch kann jedoch in bestimmten Fällen eine Alternative zu Ordnungs- bzw. Erziehungsmaßnahmen darstellen.

Langfristiges Ziel der Streitschlichtung ist es, die Konflikt- und Streitfähigkeit der Kinder so zu fördern, dass in geeigneten Konfliktfällen Streitschlichtung als Selbstregularium der Schülerinnen und Schüler greift und auf diesem Wege zu einer Humanisierung von Schule beiträgt.

Die Streitschlichtung mit Hilfe eines Leitfadens folgt einem festen Schema. Das Einüben konkreter Handlungsstrategien erfolgt über die kognitive und sozial-emotionale Ebene. Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Kinder lernen, ihre Konflikte selbstständig und konstruktiv zu bearbeiten und die Konfliktlösung nicht an Erwachsene abzugeben. Sie lernen dabei, die persönliche Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Wege zur Wiedergutmachung und Versöhnung zu suchen und zu gehen.

Vorbereitungen vor dem Einsatz
Station 3, 12:
Die Karteikarten (Seite 44-45) werden für alle drei Stationen gebraucht. Sie können als kompletter Satz oder aufgeteilt an den Stationen liegen. Die Karten werden kopiert, laminiert und auseinander geschnitten.
Station 12: Die Smileyvorlagen (Arbeitsblatt 1) in Klassenstärke kopieren. Sie werden von den Kindern ausgeschnitten, auf Pappe geklebt und dann erneut ausgeschnitten. So können sie ein fester Bestandteil im Klassenraum oder im Flur zur Streitschlichtung werden. Dafür sollten sie auf den Boden geklebt werden.
Station 12: Diese Station baut auf den anderen Stationen auf und sollte deshalb nicht von Anfang an zur Verfügung stehen. Nach einer entsprechenden Einführung kann sie jedoch auch selbstständig von den Kindern bearbeitet werden. Zusätzlich sollten die Kinder ihre Streitschlichtungen im Klassenverband vortragen.


Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einsatz des Materials!

Gewaltprävention: Streit und Streitschlichtung

12,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    3-4. Klasse
  • Umfang:
    42 Seiten
  • Materialtyp:
    Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter
  • Format:
    PDF

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