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Rechnen im Märchenland: Multiplikation und Division
Märchen
Sie gehören zu den wichtigen Kulturgütern der Menschen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Das Wort "Märchen" ist vom mittelhochdeutschen maere abgeleitet, ein Märchen ist sprachgeschichtlich sozusagen eine "kleine Mär". Unter dieser Gattung versteht man "[...] eine kurze Prosaerzählung, die von fantastischen Zuständen und Vorgängen berichtet."(1) In Märchen beeinflussen übernatürliche Mächte der verschiedensten Art den menschlichen Alltag:
- Tiere sprechen und verhalten sich wie Menschen;
- Zwerge, Hexen, Elfen, Zauberer, Teufel, Drachen beschützen die Helden oder bringen sie in Gefahr;
- Menschen werden in Tiere, Pflanzen oder unbelebte Dinge verwandelt oder
- Holzfiguren werden lebendig und nehmen je nach Aussehen typische menschliche Charakterzüge an.
Jedes Märchen ist gekennzeichnet von der grundlegenden Philosophie des Sieges vom Guten über das Böse. Die Fleißigen werden belohnt und die Faulen bestraft. Häufig müssen die Helden Prüfungen bestehen. Oft tritt dabei das Motiv der drei Aufgaben mit der schwierigsten zum Schluss auf (vgl. (1)).
Bei Märchen unterscheidet man zwischen Volks- und Kunstmärchen.
Volksmärchen
Im Mittelpunkt der Handlung stehen oft Stoffe aus der Heimat. Auch orientalische Themen sind bei uns verbreitet. Die Überlieferung der Märchen geschah zunächst meist mündlich. Somit waren sie vielen Veränderungen unterworfen. Die Gebrüder Grimm sammelten besonders in den Jahren 1812-1815 viele Märchen, die sie in zwei Bänden zusammenfassten. In den Jahren 1819-1822 ergänzten sie die Sammlung um zwei weitere Bände.
Je nach Handlung kann man eine Unterscheidung nach Tier-, Zauber- und Lügenmärchen treffen.
Kunstmärchen
Diese basieren auf den Volksmärchen. Sie werden von einem bestimmten Autor verfasst und sind in der Regel umfangreicher und anspruchsvoller. Kunstmärchen sind nicht ausschließlich für Kinder bestimmt. Bedeutende Vertreter sind u. a. Wilhelm Hauff und Hans Christian Andersen.
Für Kinder bieten Märchenhelden zahlreiche Möglichkeiten der Identifikation. Daher lohnt es sich, die Märchen nicht nur in Mathe, sondern in unterschiedlichen Fächern des Unterrichtes zu nutzen. Denkbar wäre eine gleichzeitige Behandlung etwa im Deutschbereich.
Konzeption des Materials
Die Aufgaben sind für Kinder ab dem dritten Schuljahr konzipiert. Der zu bearbeitende Zahlenraum liegt vorwiegend im Bereich bis 1.000 und übersteigt den Zahlenraum 100.000 nicht. Die Stationsblätter, Auftragskarten und Lösungen sind so erstellt, dass sie ein selbstständiges Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
Vorbereitungen für den Einsatz
Generell ist es möglich, alle Arbeitsblätter in kopierter Form im Klassensatz anzubieten. Wer möchte, kann sie auch in laminierter Form zur Verfügung stellen. In diesem Fall bietet es sich an, jeweils nur wenige Exemplare einer Station zu kopieren, diese zu laminieren und den Schülern mit wasserlöslichen Farbstiften bereitzulegen. Man sollte dann vor Beginn der Arbeit mit den Schülern besprechen, dass sie benutzte Stationen nach Vergleich mit dem Lösungsblatt selbst reinigen müssen, damit der nächste Schüler ebenfalls damit arbeiten kann.
Station 4: Das Arbeitsblatt mit dem Domino wird in mehreren Exemplaren kopiert, laminiert und anschließend ausgeschnitten. Nun können die Kinder die Teile des Dominos zusammensetzen.
Station 5 Die Arbeitsblätter mit dem Puzzle (Grundplatte und Puzzleteile) werden in mehreren Exemplaren kopiert, laminiert und anschließend ausgeschnitten. Zuerst rechnen die Kinder die Aufgaben aus und notieren die Ergebnisse auf der Grundplatte. Dann erst dürfen sie sich die Puzzleteile mit den Lösungen holen und können nun ihre Ergebnisse mit denen auf den Puzzleteilen vergleichen. Das Legen des Puzzles belohnt für das richtige Rechnen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einsatz des Materials!
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