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Wir erleben gemeinsam die Karwoche und Ostern
Jesu Weg zum Kreuz
Die Kinder erfahren Ostern als ein Fest im Jahreskreis. Zum Beispiel in der Familie, im Kindergarten und auch in der Schule wird Ostern gefeiert. Sie kennen viele moderne Osterbräuche, aber ganz oft nicht den theologischen Hintergrund. Im Religionsunterricht bringen die Kinder ihre Lebenswirklichkeit mit der biblisch-christlichen Tradition in Beziehung. Die Passionserzählung ist eine unabdingbare Grundlage für den christlichen Glauben und damit ein sehr wichtiges Thema im Religionsunterricht. Ohne den Glauben an das Kreuz und die Auferstehung gäbe es den christlichen Glauben überhaupt nicht. Dennoch geraten in der heutigen Zeit die Hintergründe des Festes immer mehr in den Hintergrund.
Konzeption der Lernwerkstatt
Den Schwerpunkt der Lernwerkstatt "Wir erleben gemeinsam die Karwoche und Ostern" bildet der biblische und theologische Hintergrund des Osterfestes und der Karwoche. Neben dem biblischen Hintergrund setzen sich die Kinder auch mit den Themen Trauer, Hoffnung, Freude und Verrat auseinander.
Einige Stationen sollen in Partnerarbeit erledigt werden. Dadurch haben die Schüler-innen die Möglichkeit sich auszutauschen, ihre Meinung zu äußern, die Arbeit zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Auf diese Weise wird kooperatives Lernen ermöglicht. Ein Laufzettel führt die Kinder durch die Lernwerkstatt und bietet einen Überblick über die bereits erledigten und noch anstehenden Arbeitsaufträge.
Zur Ostergeschichte
Im Unterschied zur Weihnachtsgeschichte (Lk 1,5-80; 2,1-52) handelt es sich bei der Ostergeschichte nicht um eine einzelne biblische Erzählung. Vielmehr gibt es in den Evangelien unterschiedliche Schilderungen von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu, die in Details voneinander abweichen. Beispielhaft seien hier die Erzählungen vom leeren Grab genannt: Laut Matthäus begegnen die Frauen einem Engel, der vor ihren Augen den Stein vor dem Grab wegwälzt und ihnen sagt, dass Jesus auferstanden sei (Mt 28,1-8). In den anderen Evangelien finden die Frauen das Grab bereits offen vor und sie treffen auf unterschiedliche Personen (siehe Mk 16,1-8 und Lk 24,1-12).
Die Ostergeschichte endet aber nicht mit dem leeren Grab. Der auferstandene Jesus gibt sich schließlich zu erkennen. Er begegnet beispielsweise den Frauen auf dem Weg zu den Jüngern (Mt 28,9-10), dem "ungläubigen Thomas" (Joh 20,24-29) und schließlich gibt er sich einigen Jüngern in dem Ort Emmaus zu erkennen (Lk 24,13-35). Diese Erscheinungen des Auferstandenen bilden theologisch betrachtet den Ursprung des christlichen Auferstehungsglaubens.
Für die vorliegende Lernwerkstatt musste natürlich eine Auswahl aus den verschiedenen Erzähltraditionen getroffen werden, damit den Kindern eine zusammenhängende Geschichte vorgelesen werden kann. Aus den verschiedenen Erscheinungserzählungen wurde die Erzählung von den Emmaus-Jüngern (Lk 24,13-35) ausgewählt und in der vorliegenden Ostergeschichte verarbeitet. Von den Grabeserzählungen wurde die aus dem Lukasevangelium (Lk 24,1-12) verwendet.
Aus Gründen der didaktischen Reduktion wurden einige Details aus der Bibel nicht für die Geschichte übernommen. So wurden z. B. das Verhör Jesu vor dem jüdischen Hohen Rat und seine Übergabe an Pontius Pilatus in dieser Fassung der Geschichte weggelassen.
Hinweise zum Einsatz der Lernwerkstatt
Lesen Sie den Kindern die Ostergeschichte vor, z. B. in einem Erzählkreis. Diese befindet sich im Anhang der Lernwerkstatt. Dort finden Sie auch passende Bilder zu der Geschichte. Die farbige Version dieser Bildkarten können Sie über den nebenstehenden QR-Code abrufen. Zur besseren Haltbarkeit können Sie diese laminieren oder auf Pappe kleben. Zeigen Sie
auf die Bildkarten oder halten Sie sie hoch, während Sie die Geschichte erzählen. Klären Sie eventuelle Fragen. In leistungsschwächeren Lerngruppen lesen Sie die Geschichte am besten abschnittsweise und ggf. mit Wiederholungen vor. Kinder mit guten Lesekenntnissen können die Geschichte auch ausgedruckt zum Nachlesen erhalten. Sie kann nach dem Vorlesen auf dem Pult der Lehrkraft ausgelegt werden. Nachdem sie die Geschichte zu Ende gehört haben, beginnen die Kinder mit der Arbeit an den Stationen. Diese werden in der vorgegebenen Reihenfolge bearbeitet. Sofern nicht anders beschrieben, sollen alle Stationen und der Laufzettel in Klassenstärke kopiert werden.
Für einige Stationen werden Scheren, Klebstoff und Buntstifte benötigt. Diese sollten von den Kindern selbst mitgebracht oder in einer angemessenen Anzahl bereitgestellt werden. Bei den Lösungen reicht es aus, wenn von diesen ein paar wenige Kopien vorliegen.
Station 4: Jesus wird verraten
Hier setzen sich die Kinder mit dem Thema Verrat auseinander. Zum besseren Verständnis sollte der Begriff vorab von der Lehrkraft erklärt werden.
Station 6: Jesus ist auferstanden
An dieser Station basteln die Kinder eine Osterkarte. Diese können sie verschenken oder alternativ als Lesezeichen verwenden. Da das Kreuz eines der zentralen Symbole der Auferstehung und des Christentums darstellt, wurde es als Umriss-Motiv für die Karte gewählt.
Für diese Station benötigen die Kinder Scheren, Klebstoff, Buntstifte oder Filzstifte und Pappe.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einsatz des Materials!
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