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Unterrichtsreihen - Römer: Alltag, Sklaven und Gesellschaft - Lernbiene - Deckblatt
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Beschreibung

Die Römer

Auf den ersten Blick scheint die Zeit des Römischen Reiches und seiner Kultur bereits sehr lange zurückzuliegen. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass uns diese Zeit in vielerlei Hinsicht näher liegt, als man zunächst vermuten mag:
Da wären zum einen großartige Baudenkmäler zu nennen, wie z. B. das Kolosseum in Rom, welches uns heute noch nicht nur in seinen Ausmaßen beeindruckt, sondern welches auch nach 2.000 Jahren immer noch als Vorbild für den Bau moderner Stadien dient. Der Pont du Gard bei Nimes und viele weitere steinerne Zeugen der Vergangenheit beweisen außerdem, dass sich die römische Baukunst nicht nur auf Rom und seine unmittelbare Umgebung beschränkte, sondern im gesamten Römischen Reich Anwendung fand. Selbst im aus damaliger Sicht weit entfernten Germanien finden sich noch immer Reste römischer Straßen, des Limes oder sogar ganzer Gebäude, wie z. B. die Porta Nigra in Trier. Außerdem gehen zahlreiche moderne Großstädte in Europa auf ehemalige römische Kastelle zurück.


Des Weiteren kamen die Römer zwar als Besatzer nach Mitteleuropa, jedoch fand, abgesehen von den kriegerischen Auseinandersetzungen, auch ein intensiver Austausch von Waren, Werkzeugen und kulturellen Erzeugnissen zwischen Legionären und Besetzten statt. Die Folgen dessen schlagen sich bis heute sogar in unseren Ernährungsgewohnheiten und unserer Landwirtschaft nieder, da beispielsweise Weinreben und Apfelbäume erst durch die Römer ihren Weg in das Europa nördlich der Alpen fanden.
Schließlich wäre auch noch der nicht eben unbedeutende Einfluss des Lateinischen auf unsere Sprache zu nennen, zum einen in Form von lateinischen Wörtern, die ins Deutsche übernommen wurden, zum anderen in Form des Lateinischen selbst als Sprache der höheren Bildung und der Wissenschaft.

Hinweise zur Schreibweise römischer Begriffe
In diesem Material wird die eingedeutschte Schreibweise römischer Wörter verwendet, also z. B. "Cäsar" statt "Caesar" oder "Kolosseum" anstellte von "Colosseum". Lateinische Wörter, die man normalerweise nicht in einem deutschen Satz schreiben würde, werden hier kleingeschrieben und sind kursiv gesetzt, z. B. stilus oder taberna.

Methodische Hinweise
Ergänzend zu den Aufgaben in den Stationen befinden sich auf einigen Auftragskarten zusätzliche Forscheraufträge, die differenzierend eingesetzt werden können, um einzelne Aspekte des Themas zu vertiefen. Für die Bearbeitung dieser Aufgaben werden in der Regel Nachschlagewerke bzw. ein Internetzugang im Klassenraum benötigt.

Tipps und Anmerkungen zu den einzelnen Stationen und Forscheraufträgen:
Forscherauftrag 1: Gemeint ist die Geschichte von Moses, der aus Angst vor Verfolgung von seiner Mutter auf dem Nil ausgesetzt wird.
Station 2: Das farbige Bild können Sie in geringer Stückzahl kopieren und laminiert den Schülern als Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen. Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt dann auf dem Arbeitsblatt mit den vorgegebenen Lösungskästchen.
Ergänzende Information zu Station 4: Der Kaiser steht zwar an der Spitze des Staates; anders als der Machtmensch Julius Cäsar hat Augustus jedoch vor dem Senat bekundet, dass er sich als "Gleicher unter Gleichen" verstand, und damit vermieden, dass ihn ein ähnlich gewaltsamer Tod ereilt hat wie seinen Vorgänger.
Station 5: Eine Tunika erhalten Sie einfach, indem Sie ein übergroßes T-Shirt zur Verfügung stellen, das mit einer Kordel als Gürtel an der Hüfte zusammengebunden und so ein wenig gerafft wird. Für die Toga benötigen Sie ein Bettlaken, das halbkreisförmig zugeschnitten wird. Anleitungen hierfür gibt es im Internet, zum Beispiel unter diesem Link: http://patriciaskleider.de/antike/wie-legt-man-eine-roemische-toga
Forscherauftrag 6: Spartakus war ein Sklave thrakischer Herkunft, der in römische Kriegsgefangenschaft geraten war. Er lebte in einer Gladiatorenschule auf Sizilien, von wo ihm mit anderen Gladiatoren die Flucht gelang. Unter seiner Führung schlugen seine Anhänger, die aus Sklaven und einfachen Römern niederer Schichten bestanden und zum Schluss annähernd 60.000 Mann zählten, mehrere römische Heere. Erst nach zwei Jahren, 71 v. Chr., gelang es den Römern, den Sklavenaufstand niederzuschlagen, wobei Spartakus ums Leben kam.
Station 7: Die Klammerkarte auf Stationsblatt 2 sollten Sie für eine bessere Haltbarkeit laminieren. Achtung: Davor müssen Sie die Lösungsspalte nach hinten falten! So können die Schülerinnen und Schüler durch Wenden der Karte selbstständig kontrollieren, ob sie richtig geantwortet haben. Hierfür werden Wäscheklammern benötigt.
Station 8: Ergänzend zu dieser Station könnten die Kinder selber das Schreiben auf Wachstäfelchen ausprobieren, indem sie Knetmasse mit einem Nudelholz ausrollen und dann mit dem Griffende eines Pinsels römische Zahlen oder ihren Namen einritzen.
Forscherauftrag 9: Die Germanen, ebenso wie auch die einfache Landbevölkerung im Römischen Reich, lebten in vergleichsweise primitiven Hütten aus Holz, welche mit Stroh gedeckt waren. Ein Vergleich soll zeigen, dass Fußbodenheizung, Toiletten mit fließendem Wasser etc. tatsächlich zur damaligen Zeit ein unvorstellbarer Luxus waren, der nur ganz wenigen vorbehalten war. Das farbige Bild können Sie in geringer Stückzahl kopieren und laminiert den Schülern als Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen.
Station 10: Um die Mosaiksteinchen drucken zu können, stellen Sie am besten kleine Holzklötzchen zur Verfügung, die die Schüler in Wasserfarbe tauchen können. Diese Klötzchen können Sie selber herstellen, indem Sie im Baumarkt zwei eckige Holzleisten mit 1 cm Durchmesser besorgen und diese dann in handliche, ca. 3 cm lange Stücke zersägen.
Forscherauftrag 12: Das englische Wort fridge für "Kühlschrank" ist offensichtlich lateinischen Ursprungs.
Station 14: Alternativ zum Obstsalat können Sie auch römische Brötchen backen: 250 g Weizenmehl, 0,2 l Apfelsaft, 50 g Schmalz, 25 g geriebenen Käse miteinander verkneten und mehrere Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Danach kleine, runde Brötchen formen, die bei 200 Grad eine halbe Stunde gebacken werden.
Oder Sie können Eierkuchen mit Pinienkernen und Nüssen zubereiten: Geröstete Pinienkerne und Nüsse mit Honig, Pfeffer, Milch, Eiern und etwas Öl vermischen und anschließend in einer Pfanne zu einzelnen Pfannkuchen backen.
(Quelle für beide Rezepte: Alea iacta est, Kinder spielen Römer, Gipsy u. Franz Baumann, Ökotopia Verlag Münster 1998)
Oder Sie backen kleine Kuchen (libum), die die Römer als Opfergaben für die Götter herstellten: 250 g Frischkäse, 150 g Mehl, 30 g flüssiger Honig, ein Ei und eine Prise Salz miteinander verkneten und in ca. zehn Stücke teilen. Jedes Stück zu einem flachen Fladen formen und sternförmig einschneiden. Bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) ca. 20 Minuten backen.
Forscherauftrag 15: Die Namen der griechischen Götter lauten: Zeus = Jupiter, Apollo = Apollo, Artemis = Diana, Ares = Mars, Demeter = Ceres, Aphrodite = Venus, Dionysos = Bacchus, Poseidon = Neptun. Ein alternativer Forscherauftrag könnte an dieser Stelle lauten: Die Römer haben sich Geschichten über ihre Götter erzählt, in denen diese sich wie Menschen verhalten. Kannst du solche Göttersagen finden und der Klasse eine davon vorstellen?

Übersicht des zusätzlich zur Werkstatt benötigten Materials:
- ein Fotoapparat,
- Tunika und Toga zum Verkleiden (Material s. o.),
- Sachbücher zum Thema aus der Schülerbzw. Stadtbibliothek,
- verschiedene Lexika und Nachschlagewerke;
- Knetmasse,
- Zutaten zu den o. g. Rezepten,
- Bücher mit römischen/griechischen Göttersagen.

Römer: Alltag, Sklaven und Gesellschaft

13,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    3-4. Klasse
  • Umfang:
    54 Seiten
  • Materialtyp:
    Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter
  • Format:
    PDF

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