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Mit atmosphärisch dichten, stimmungsvollen Reportagen hat Claas Relotius Journalistenpreise und eine große Leserschaft gewonnen. Bis er aufflog und sich herausstellte: Weite Passagen seiner Beiträge waren erfunden, verfälscht und manipuliert. Ein Einzelfall und ein Verrat an allen Kolleginnen und Kollegen, die hart und ehrlich arbeiten. Dennoch bleiben Fragen: Hätte man ihn nicht schon viel früher entlarven können? Oder wollte man es nicht so genau wissen, weil die »Ware« sich gut verkaufte? Wer trägt die Verantwortung in dieser Fälschungsgeschichte? Und: Sollte man einige Entwicklungen im deutschen Journalismus überdenken?
In der vorliegenden Unterrichtseinheit beschäftigen sich Ihre Schülerinnen und Schüler mit ihren Vorstellungen von gutem Journalismus und erörtern, welche Entwicklungen im Medienbetrieb dazu führen, dass Fake-Geschichten unentdeckt bleiben. Sie analysieren einen Beitrag von Claas Relotius, gleichen ihn mit dem Faktencheck von ZEIT ONLINE ab und schreiben zum Abschluss selbst eine Reportage – völlig unverfälscht.
Inhalt:
Einleitung: Thema und Lernziele
Arbeitsblatt 1: Die Welt als Reportage
Aufgaben
Internetseiten zum Thema
Bewertungen und Kommentare