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Mit diesem Material kann das Thema Satzglieder induktiv mit den Kindern erforscht werden. Am Anfang steht durch handlungsorientierte Methoden wie dem Bilden von Treppensätzen das Spielen mit Sprache und das Erkennen von Mustern. Stumpfes Auswendiglernen von Fachbegriffen funktioniert mit diesem Material nicht.
Der Sprachwissenschaft entsprechend wird das Prädikat als wichtigster Teil des Satzes anerkannt, das sich die Satzglieder heranzieht (Stichwort: Valenz des Verbs).
"Das Verb ist die wichtigste Einheit im Satz [...]. In dieser Einheit [geht] es darum, wie das Verb mit anderen Einheiten im Satz zusammenspielt. [...] Bereits Kindern in der Primarstufe leuchtet ein, dass eine als Verb gebrauchte Einheit wie schenken 1. jemanden braucht, der schenkt, 2. jemanden, der das Geschenk bekommt und schließlich 3. das Geschenk selbst." (Granzow-Emden 2014, S. 34)
Die bekannten Fragen zu den Satzgliedern werden zuvorderst zum Bilden eigener Sätze zum Beispiel bei Treppensätzen genutzt und nicht zum mechanischen Erkennen der Satzglieder. Das Prädikat in seiner besonderen Rolle für den Satz wird immer als Ausgangspunkt genommen und kann nicht erfragt werden.
"Die Schulgrammatik reduziert das Verb jedoch für einen ersten Zugang auf eine semantische Funktion und lenkt die Sprachaufmerksamkeit in eine Richtung, die von grammatischem Verstehen wegführt."
Das Verb in seiner Rolle als Prädikat kann nicht durch "Was tut?" erfragt werden, wie z.B. der Satz "Das fußballspielende Mädchen ist heute gut im Passen" zeigt.
Als Darstellungsform eines Satzes mit dem Prädikat als wichtigstem Teil entscheidet sich dieses Material für den Satzstern nach Montessori. Dieser stellt das Prädikat, das sich verschiedene Satzglieder heranzieht, auch optisch in den Mittelpunkt.
Daneben wird auch das aus der Sprachwissenschaft stammende Feldermodell den Kinder zur Einsicht in die Struktur eines Satzes als Material mit Aufforderungscharakter zum Ausschneiden und Einkleben angeboten. Auch in diesem Modell wird das Prädikat und seine entscheidende Rolle für einen Satz visuell hervorgehoben.
Eng verbunden mit dem Prädikat ist das Subjekt, das mit dem Prädikat zusammenspielt und es beugt. Diese grammatikalische Rolle dient im Material auch als Erkennungszeichen des Subjekts.
"Um das Subjekt zu definieren, hat die schon mehrfach erwähnte formale Beschreibung die umfassendste Gültigkeit: Das Subjekt bestimmt das finite Verb in Person und Numerus." (Granzow-Emden 2014, S. 286).
Enthalten im Download sind:
Sehr empfehlen kann ich für dieses und weitere Grammatikthemen das folgende Buch, aus dem auch die Zitate an dieser Stelle stammen:
Granzow-Emden, Matthias (2014): Deutsche Grammatik verstehen und unterrichten. 2. Auflage. Tübingen: narr Verlag.
Die Materialien in diesem Download:
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