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„Inshallah. So Gott will. Diesen Begriff höre ich immer wieder im Klassensaal, in der Schule, in der Bahn oder beim Shoppen. Am häufigsten habe ich den gehört, wenn sich verabredet wird: ‚So, dann sehen wir uns ja morgen. Dann machen wir das am Wochenende. Inshallah.‘“ „Vallah“ & „Masallah“ kennen auch mittlerweile der Duden.
Es sind Ausdrücke, die bei vielen Deutschen ohne Kontakt zu Muslimen wohl für hochgezogene Augenbrauen sorgen würden. Bei vielen Jüngeren gehören sie jedoch längst zur Alltagssprache – selbst, wenn sie sie nicht sprechen, kennen sie ihre Bedeutung aus ihrem schulischen oder freundschaftlichen Umfeld. Die zum Ausruf gewordene Schwurformel „Vallah – ich schwöre [bei Gott]!“ verzeichnet sogar der Duden als Jugendsprache. Man muss nicht gläubig sein, nicht einmal muslimisch geprägt, um diese Begriffe zu verwenden. Unter vielen Türkisch- und Arabischsprachigen wird „Inshallah“ genauso alltäglich verwendet wie das deutsche „um Gottes willen“. Auch viele Atheistinnen benutzen die Formeln, auch wenn die Ursprünge religiös sind.
In dieser Unterrichtseinheit werden dabei genau diese Formen der deutschen Sprache gegenübergestellt, analysiert, gelacht, kommuniziert und auch kritisiert. Führen das Kiez, und im Allgemeinen die Jugendsprache, zum Verfall der deutschen Sprache oder ist das alles Teil eines Wandels, den es schon je gab in der Sprache?
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