Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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Classroom Management, kooperatives Lernen, Stundeneinstiege und Exit-Tickets, Vertretungsstunden und Zeugnisse für Klasse 5 bis 10 in einem Paket.
Über 1.600 Seiten in einer Kiste.
Für jedes Fach, für Klassenleitungen, für den Berufseinstieg.
Alles farbig und schwarzweiß.
Enthalten sind
Die Klasse führen: 30 Hefte Classroom Management, vom ersten Schultag bis zur Prüfung des eigenen Vorgehens, 240 Seiten
Zusammen denken: 30 Einheiten kooperatives Lernen in sechs Blöcken, je 16 Seiten, 480 Seiten
Boarding Pass und Exit-Ticket: 140 Tickets für Stundeneinstieg und -abschluss in Biologie, Chemie, Deutsch, Kunst, Mathematik, Musik und Physik, 686 Seiten
Was im Zeugnis steht: 5 Hefte zu Rahmen, Note, Arbeits- und Sozialverhalten, Formulieren sowie Sonderfällen und Gespräch, 80 Seiten
Placemat: das Methodenblatt und 25 Vorlagen für Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik, 87 Seiten
Klassenleitung kompakt: Die ersten zwei Wochen, Klassenregeln, Handy in der Schule, Elterngespräch, Klassenrat, Mobbing
Vertretung ohne Vorbereitung: zehn fertige Stunden für Klasse 5 bis 10, 27 Seiten
Sechs Fälle, sechs Stunden: fachunabhängige Vertretungsstunden für Klasse 5 und 6, 24 Seiten
Was die Kiste zusammenhält
Durch die Kiste zieht sich eine Ampel: Was zur Methode belegt ist, was uneinheitlich ist und was nicht belegt ist, jeweils mit Autor und Jahr.
Dazu Ansagen zum Vorlesen, Kopiervorlagen und Seiten dazu, was hilft, wenn es schiefgeht.
So setzt du es ein
Klassenleitung: Schuljahresstart, Regeln, Klassenrat, Elterngespräch
jedes Fach: Gruppenarbeit, die trägt, sowie Einstieg und Abschluss in fünf Minuten
Vertretung: fertige Stunden ohne Vorbereitung
Zeugniszeit: Noten, Bemerkungen und Gespräche
Förderung und DaZ: Vorlagen auf drei Niveaus, still markiert
Referendariat und Berufseinstieg: Methoden mit Begründung für Entwürfe
Hinweis zu den Rechtsteilen
Einige Hefte zu Zeugnissen und Klassenführung zitieren Landesrecht, überwiegend hessisches, mit Bayern und Nordrhein-Westfalen zum Vergleich. Sie sind Information, keine Rechtsberatung.
Ehrlich gesagt
„Die ersten zwei Wochen“ kommt in „Die Klasse führen“ und in „Klassenleitung kompakt“ vor. Die beiden Hefte setzen unterschiedliche Schwerpunkte, überschneiden sich aber.
Für wen
Für Lehrkräfte aller Fächer in Klasse 5 bis 10, für neue Klassenleitungen und für den Vorbereitungsdienst.
Alle Materialien gibt es weiterhin einzeln und in kleineren Paketen im Shop „Die Rabenkiste“.
Zusammen denken als Gesamtpaket: https://eduki.com/de/material/2283096
Boarding Pass und Exit-Ticket einzeln ansehen: https://eduki.com/de/material/2261365
Alle Materialien der Rabenkiste: https://eduki.com/de/autor/234686/die-rabenkiste
Über eine Bewertung freue ich mich sehr. Sie hilft anderen Lehrkräften bei der Auswahl.
Mehr aus der Rabenkiste auf Instagram: @die.rabenkiste
Für den Anfang einer Stunde hat fast jede Lehrkraft ein Verfahren. Für den Schluss hat es fast niemand. Die Klingel löst ihn aus — ein Signal für das Gebäude, nicht für die Klasse —, die Ansage geht im Stuhlrücken unter, und gesichert hat am Ende die Lehrkraft: Eine Person hat die Stunde wiederholt, dreißig haben zugehört.Dieses Heft macht aus den letzten fünf Minuten einen Ablauf mit vier Schritten: die Endzeit steht an der Tafel, gesichert wird schriftlich und von der Klasse, angesagt wird vor dem Aufräumen, und die Tür ist der Schluss. Dazu der Aufsichtsrahmen für den Übergang in die Pause, mit Paragraf und Fassung.Der Ablauf ist begründet und als Setzung gekennzeichnet. Der Satz „Ein festes Schlussritual spart Ihnen X Minuten“ steht nicht darin — und Seite 2 sagt, warum er nirgends stehen dürfte.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: warum ausgerechnet der Schluss heikel ist, woran er im Alltag scheitert, und eine Tabelle, die die Forschungslage zu Anfang, Übergang und Ende nebeneinanderstellt. Seite 3 zeigt vier Quellen mit dem, was sie gemessen haben — und in einer dritten Spalte, was daraus gerade nicht folgt.Seite 4 ist der Ablauf in sechs Handgriffen, drei davon vor dem Aufräumen, dazu der hessische Aufsichtsrahmen im Wortlaut. Seite 5 ist das Merkplakat „Die letzten fünf Minuten“, in A3 kopierbar.Seite 6 ist ein Planungsbogen mit sieben Punkten und einem ausgefüllten Beispiel, dazu ein Zählbogen für eine Woche: fünf Stunden, fünf Zeilen, und die Frage, wer den Schluss ausgelöst hat — die Uhr, die Klingel oder die Klasse. Seite 7 bringt zwölf Karten: sechs Sicherungen, sechs Schlussformen. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel.Zum Stundenschluss gibt es keine Forschung — und das steht so im HeftDer Negativbefund ist hier zugleich der tragende Befund. Gesucht wurde nach dem, was für den Stundenanfang vorliegt: eine Metaanalyse, eine kontrollierte Studie, wenigstens ein Vergleich „Schlussritual gegen kein Schlussritual“ in einer Regelklasse. Gefunden wurde nichts davon — während für den Anfang eine randomisierte Studie mit zehn Klassen und 203 Personen der Jahrgangsstufen 6 bis 8 existiert. Das ist kein Argument gegen einen geordneten Schluss, sondern eines gegen jede Zahl, die dazu genannt wird. Dazu eine zweite Fehlanzeige: Die rund zwei Minuten für „Verspätung und vorzeitiges Ende“ aus 428 beobachteten Stunden an 22 kaufmännischen Berufsschulen (Götzl u. a., Erhebung 2012) sind eine gemeinsame Größe; wie viel davon auf das Ende entfällt, steht in der Studie nicht.Was direkt einschlägig ist, kommt aus einer Settinganalyse: In 61,1 kodierten Stunden aus 18 Klassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe waren Wechselphasen und die Abwesenheit der Lehrperson die störungsdichtesten Settings, im Mittel 69,58 Störungen je Lektion (Scherzinger u. a. 2018). Der Stundenschluss ist beides auf einmal — eine Wechselphase, in der die Lehrkraft am Pult steht oder schon halb im Flur ist.Der belastbarste Teil des Hefts betrifft die Rückmeldung, weil am Ende einer Stunde meistens eine fällt. Zwei Metaanalysen, ein unbequemer Kern: Kluger & DeNisi 1996 werteten über 600 Studien aus, mittlere Wirkung 0,41 — und in einem Drittel der Studien sank die Leistung; aufgabenbezogenes Feedback wirkte positiv, personenbezogenes durchgehend negativ. Wisniewski, Zierer & Hattie 2020 kommen über 435 Studien und 994 Effektstärken bei mehr als 61 000 Personen auf d = 0,48 und sagen selbst, Feedback sei keine einzige, konsistente Behandlungsform. Die Vorbehalte stehen im Heft: Die Zahlen von 1996 sind über eine geprüfte Sekundärquelle referiert, und die Effektstärken nach Feedbacktyp — gerade der Wert, der eine Empfehlung trüge — waren aus der Arbeit von 2020 nicht zu ermitteln.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I. Die Rechtsangaben zur Pausenaufsicht gelten für Hessen und sind als Information gekennzeichnet, nicht als Rechtsberatung; andere Länder regeln die Aufsicht in eigenen Verordnungen, und der Aufsichtsplan der Schulleitung geht der Darstellung vor.Der Zählbogen lohnt sich in einer beliebigen Woche: fünf Stunden, fünf Zeilen, und danach weißt du, wie oft die Klingel entschieden hat. Besonders brauchbar ist das Heft für Fächer mit Aufbau und Abbau und für die Stunden vor einer Pause auf dem Hof.Einordnung in die ReiheHeft 10 schließt den zweiten Block, „Der Ablauf“ (Hefte 6 bis 10), ab. Es ist die Gegenstelle zu Heft 1 über die ersten zehn Minuten; Heft 6 behandelt alle fünf Übergänge einer Stunde, von denen hier der letzte ausgebaut wird. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.
Motivation ist kein Ziel, das man ansteuert. Sie ist das, was übrig bleibt, wenn drei Bedingungen erfüllt sind — und was verschwindet, wenn man sie kauft. Das ist ein gut begründeter Rahmen und ein schwächerer Wirksamkeitsnachweis, als seine Verbreitung vermuten lässt.Dieses Heft legt die motivationalen Zahlen des Feldes auf eine gemeinsame Achse, beschriftet jede mit Studienzahl, Jahr und Bezugsgröße und markiert die nicht signifikanten sichtbar. Es zeigt die drei Grundbedürfnisse der Selbstbestimmungstheorie mit ihren jeweiligen Zahlen — und sagt, welches davon als Trainingsziel nicht belegt ist.Praktisch heißt das: eine echte Wahl je Stunde statt fünf halber, ein Punktesystem, das umgebaut und nicht abgeschafft wird, und ein Prüfbogen für eine Stunde, die man ohnehin hält.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: der Rahmen der Selbstbestimmungstheorie mit seinen drei Grundbedürfnissen, die vier Stellen, an denen es im Alltag scheitert — Punktesystem, Scheinwahl, Verwechslung von Motivation und Ruhe, Zeitpunkt —, und der Belohnungsstreit mit beiden Lagern. Seite 3 ist die Befundseite: acht motivationale Effektstärken auf einer Achse, die Selbstbestimmungstheorie in einer Tabelle mit Design und Studienzahl, und die Gegenüberstellung zweier Datenstände derselben Metaanalyse, Zeile für Zeile.Seite 4 ordnet vier Arten zu belohnen nach dem gemessenen Risiko und führt sechs Schritte in ihrer Reihenfolge aus, jeder mit dem, worauf er beruht. Seite 5 ist das Merkplakat „Drei Dinge, die tragen“ in A3: Autonomie, Kompetenz, Zugehörigkeit mit je vier Handgriffen und der Zahl, die für das jeweilige Bedürfnis vorliegt.Seite 6 ist ein Prüfbogen für sechs Phasen einer Stunde mit ausgefüllter Beispielspalte, einem Teil zum Umbau des Belohnungssystems und fünf Prüffragen. Seite 7 bringt zwölf Karten — neun Wege und drei Sackgassen —, jede mit Bedürfnis und Belegstufe, dazu drei Einsatzideen. Seite 8 sind Quellen mit Abrufdatum und die Ampel belegt, uneinheitlich, nicht belegt.Neun Jahre lang stand dort eine NullDer tragende Befund dieses Hefts ist eine Bewegung, keine Zahl. Die zentrale Metaanalyse zur Klassenführung wertet vier Ergebnisbereiche getrennt aus. In der Fassung von 2016 — 54 Interventionsstudien aus den Jahren 2003 bis 2013, 72,2 Prozent davon aus den Vereinigten Staaten — lauten die Werte: akademisch 0,17, verhaltensbezogen 0,24, sozial-emotional 0,21 und motivational 0,08 bei einem Standardfehler von 0,08, also nicht signifikant (Korpershoek u. a. 2016). Neun Jahre lang war die korrekte Auskunft damit: Klassenführung macht den Unterricht ordentlicher, aber sie macht niemanden nachweislich motivierter. Das Update von 2025 ändert das Bild — dasselbe Team, jetzt 76 Studien bis 2022, Gesamteffekt 0,23, motivational rund 0,22, und keine signifikanten Unterschiede mehr zwischen den Ergebnisbereichen. Beide Stände stehen in diesem Heft nebeneinander: Wer 2016 zitiert, muss 2025 dazusagen; wer nur 2025 zitiert, unterschlägt, dass dieselbe Frage lange anders beantwortet war.Der Negativbefund betrifft das Bedürfnis, das in Fortbildungen als „Beziehung“ verkauft wird. Die einschlägige Metaanalyse zu Trainings nach der Selbstbestimmungstheorie wertet 31 Interventionsstudien mit 137 Effektstärken und 9 433 Personen aus (Wang, Wang, Wang, Wind & Gill 2024). Sie findet Effekte für Autonomieunterstützung, Kompetenzerleben und intrinsische Motivation — für die soziale Eingebundenheit keinen signifikanten: g = 0,44 aus acht Studien, das Intervall schließt die Null ein. Und ein zweiter Wert derselben Arbeit ist selbst erklärungsbedürftig: Autonomieunterstützung misst sich zu g = 1,14 im Gruppenvergleich und zu 0,19, wenn dieselbe Gruppe vorher und nachher befragt wird. Dieselbe Größe, zwei Designs, ein ungeklärter Unterschied — das Heft löst ihn nicht auf, es zeigt ihn.Der dritte Satz, der geprüft statt weitergereicht wird: „Belohnungen zerstören die intrinsische Motivation.“ Das ist eine Seite eines seit 1994 laufenden Fachstreits. Die eine Gruppe findet für materielle Belohnungen d = −0,34 aus 128 Studien, die andere rechnet dieselbe Literatur neu und kommt auf −0,08, nicht signifikant (Deci, Koestner & Ryan 1999 gegen Cameron, Banko & Pierce 2001). Für verbales Lob finden beide Lager positive Werte, +0,33 und +0,31. Und die Größenordnung: Die zweite Gruppe rechnet den negativen Effekt in Zeit um — bei acht Minuten Beobachtung rund 47 Sekunden weniger Beschäftigung, nachdem die Belohnung wegfällt. Statistisch signifikant, verhaltensmäßig bescheiden. Daraus folgt im Heft nicht „abschaffen“, sondern „umbauen“: nicht fürs Tun belohnen, sondern für einen erreichten Standard.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I — und besonders für Kollegien, die ein Punktesystem führen und nicht wissen, ob sie es behalten sollen. Dieses Heft gibt darauf eine Antwort mit Zahlen, und sie lautet weder ja noch nein.Der Prüfbogen kostet keine zusätzliche Unterrichtszeit: Er wird zu einer Stunde ausgefüllt, die ohnehin geplant ist. Eine leere Zeile ist erlaubt — eine echte Wahl je Stunde reicht. Für keinen der neun Handgriffe existiert eine eigene Effektstärke; sämtliche Metaanalysen dieses Feldes messen Programme, und das steht auf der Karte, auf dem Plakat und in der Ampel.Einordnung in die ReiheHeft 18 steht im vierten Block, „Beziehung“ (Hefte 16 bis 20). Es führt den Belohnungsstreit aus, den Heft 17 beim Loben anreißt, und liefert die Selbstbestimmungstheorie, auf die sich Heft 16 bei der Autonomieunterstützung stützt. Heft 19 nimmt den Faden beim Klassenklima auf, mit dem Motivation stärker zusammenhängt als mit der Fachleistung. Die rechtliche Seite von Belohnungssystemen und Konsequenzen steht in Heft 15.Jedes Heft ist für sich einsetzbar. Zusammen ergeben die dreißig einen Weg vom ersten Schultag bis zur Prüfung des eigenen Vorgehens. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile.
Zwischen „nichts sagen“ und „das reicht jetzt, raus“ liegen in vielen Stunden keine Zwischenschritte. Wer nur zwei Stufen hat, steht nach der ersten schon oben — und die im Ärger erfundene Ankündigung wird entweder nicht vollzogen, was die ganze Leiter senkt, oder sie ist unverhältnismäßig, was ein rechtlicher Fehler ist.Dieses Heft baut fünf Stufen, die eine Lehrkraft allein gehen darf: Blick, Nähe, Ansage, Folge, Gespräch. Zu jeder steht, welchen Zweck sie hat und was sie rechtlich ist — und wo die Leiter endet, nämlich dort, wo die Lehrkraft nicht mehr entscheidet, sondern beantragt.Die Zahl der Stufen ist eine Setzung. Was die Abstufung trägt, ist trotzdem härter als ein Befund: Das Schulrecht verlangt sie.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung: vier Ebenen und drei Zuständigkeiten in einer Tabelle, der Rechtsrahmen im Wortlaut mit Fassung und Abrufdatum, die vier Stellen, an denen es im Alltag scheitert — und der Negativbefund, dass die Leiter selbst nie untersucht wurde. Seite 3 stellt sieben Effektstärken zum selben Gegenstand auf eine Achse und erklärt, warum zwei sehr verschiedene Zahlen dasselbe messen.Seite 4 zeigt die Leiter von unten nach oben, daneben eine Tabelle, was jede Stufe rechtlich ist, und den Betrieb in sechs Schritten. Seite 5 ist das Merkplakat mit den fünf Stufen, in A3 kopierbar, samt der klaren Ansage, wo die Leiter endet und wer dann entscheidet.Seite 6 ist ein Vorfallbogen in vier Spalten mit drei ausgefüllten Zeilen, dazu die Auskunft, was in eine Notiz gehört und was nicht. Seite 7 bringt zwölf Karten: die fünf Stufen, drei Vorbereitungen und vier Reaktionen, die ausdrücklich nicht auf die Leiter gehören — jede mit Paragraf oder Studie. Seite 8 sind Quellen, Rechtshinweis und Ampel.Eine Pflicht, keine MethodeDer Negativbefund steht am Anfang: Gesucht wurde nach einer Studie, die eine abgestufte Reaktionsfolge gegen eine unabgestufte prüft — nach Effektstärken für die Reihenfolge, für die Zahl der Stufen, für den Abstand zwischen ihnen. Gefunden wurde keine. Der Satz „Abgestuftes Reagieren ist nachweislich wirksamer“ steht deshalb nicht im Heft. Was die Leiter trägt, ist eine Rechtspflicht: § 82 Abs. 4 des Hessischen Schulgesetzes lässt eine Ordnungsmaßnahme erst zu, wenn pädagogische Maßnahmen nicht ausreichen oder der Schutz von Personen und Sachen es erfordert, und § 65 VOGSV gibt dieselbe Reihenfolge als Soll-Vorschrift vor. Wer keine kleinen Stufen hat, hat keine mildere Maßnahme — und darf die härtere dann nicht verhängen.Der tragende Zahlenbefund ist ein Muster, kein Einzelwert. Eine systematische Übersicht über 13 begutachtete Arbeiten mit 182 Teilnehmenden zur Auszeit berichtet aus Einzelfalldesigns 2,55 innerhalb und 1,24 zwischen den Fällen — und aus Gruppendesigns d = 0,50 (Taylor u. a. 2026). Je strenger das Design, desto kleiner der Effekt. Die Autoren nennen selbst dazu: nur zwei Studien nach dem Jahr 2000, überwiegend jüngere Grundschulkinder mit diagnostizierten emotional-sozialen Störungen, Hinweise auf Publikationsbias — und bei ausschließenden Formen raten sie ausdrücklich zur Vorsicht. Daneben stehen 0,91 aus 68 Studien für Eingriffe bei Störungen (Marzano 2003, über eine Sekundäraufbereitung belegt, ein Betrag und kein Leistungseffekt), 0,80 auf Klassenebene und rund 0,20 auf Schülerebene aus derselben Arbeit (Oliver u. a. 2011) sowie 0,24 verhaltensbezogen aus 54 Interventionsstudien und 0,23 im Update über 76 Studien (Korpershoek u. a. 2016 und 2025).Der einzige Punkt beider Rechercheblöcke mit einer ausdrücklichen Abratempfehlung ist der Trainingsraum. Die einzige gefundene kontrollierte deutsche Evaluation — vier Realschulen in Schleswig-Holstein, 918 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7, 102 Lehrkräfte, zwei Messzeitpunkte — kommt zu dem Ergebnis, das Programm wirke sich auf keinen der untersuchten Bereiche grundsätzlich positiv aus; die Effektstärken bei den signifikanten Werten seien mit 0,25 bis 0,28 eher niedrig (Wollenweber 2013). Eine sonderpädagogische Fachpublikation rät von der Umsetzung ausdrücklich ab (Hövel u. a. 2020). Das Heft sagt das und ordnet daneben ein, ab wann ein solcher Raum in das Verfahren einer Ordnungsmaßnahme hineinwächst — als Auslegung gekennzeichnet, weil dazu keine Fundstelle gefunden wurde.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I, und für Fachkonferenzen: Über die fünf Stufen wird man sich schnell einig, über den Flur, die Klassenstrafe, den Trainingsraum und das spontane Nachsitzen nicht — genau deshalb sind die vier Sackgassenkarten die nützlichsten.Die Rechtsangaben gelten für Hessen, mit Fassung und Abrufdatum, und sind Information und keine Rechtsberatung; vor einer Verwendung im Verfahren ist die amtliche Fassung zu prüfen. Für Bayern und Nordrhein-Westfalen nennt das Heft die abweichenden Vorschriften, weil die Länder unterschiedlich viele Ordnungsmaßnahmen führen.Einordnung in die ReiheHeft 13 steht in der Mitte des dritten Blocks, „Störungen“ (Hefte 11 bis 15). Seine unteren beiden Stufen sind die leise Ebene aus Heft 12, seine Unterscheidungsgrundlage steht in Heft 11, und was eine Folge inhaltlich sein darf, entfaltet Heft 15; den vollständigen Rechtsrahmen bringt Heft 26. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.
„Beim nächsten Mal rufe ich zu Hause an“ — und dann passiert nichts. Danach ist jede weitere Ankündigung entwertet. Wer sofort mit dem Ausschluss droht, hat für den zweiten Vorfall nichts mehr übrig und darf ihn ohnehin nicht selbst verhängen. Und die Sammelstrafe ist die verbreitetste und zugleich die rechtlich heikelste Reaktion überhaupt.Dieses Heft trennt drei Wörter, die durcheinandergehen: Die Konsequenz gehört zur Sache, die Strafe nicht, und die Ordnungsmaßnahme ist ein Verwaltungsakt mit Verfahren, Anhörung und Widerspruchsfrist. Daraus werden fünf Schritte, eine Stufung zum Aushängen und ein Planungsbogen, der vor der ersten Stunde ausgefüllt wird — solange niemand wütend ist.Dazu die Auskunft, die im Alltag am meisten zählt: was in Hessen eine Lehrkraft allein darf, mit Paragraf, Absatz und Satz — und was sie nur beantragen kann.Was enthalten istZwei Seiten Einordnung mit der Dreiteilung, den vier Stellen, an denen es im Alltag scheitert, und zwei Sätzen, die das Heft ausdrücklich nicht schreibt. Seite 3 bringt acht Werte zu Konsequenzen und Belohnungen auf eine Achse — mit zwei Bezugsgrößen, die an jedem Balken stehen — und erklärt, warum eine kleinere Zahl hier mehr wert ist als eine größere.Seite 4 zeigt vier Stufen und die Grenze, die im Alltag zählt, dazu fünf Schritte für eine Konsequenz, die trägt, und einen Rechtskasten mit dem hessischen Katalog samt den Abweichungen in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Seite 5 ist ein Aushang „Wenn eine Regel gebrochen wird“ mit fünf Stufen, in A3 kopierbar.Seite 6 ist ein Planungsbogen: sechs Zeilen mit der angekündigten Konsequenz und der Zuständigkeit daneben, dazu der Ankündigungstext für die Klasse und fünf Prüffragen vor jeder Reaktion. Seite 7 bringt zwölf Karten — sieben pädagogische Maßnahmen im Wortlaut des Gesetzes und fünf Prüfkarten. Seite 8 sind Quellen, Rechtshinweis und die Ampel.0,91 aus 68 Studien — und der Streit, der seit 1994 läuftDer tragende Zahlenbefund ist zugleich eine Lektion im Lesen von Effektstärken. Für Eingriffe bei Störungen steht bei Marzano 2003 ein Wert von 0,91 aus 68 Studien; daneben stehen in derselben Tabelle 1,29 aus fünf Studien, 0,87 aus vier und 0,76 aus zehn. Nur die 0,91 hat eine breite Basis — und auch sie ist ein Betrag: Im Buch sind die Werte als Reduktion von Störverhalten negativ notiert, es sind keine Leistungseffekte, und sie sind über die Aufbereitung des Wing Institute belegt, also über eine Sekundärquelle. Eine methodenkritische Prüfung dieser Metaanalyse in einer etablierten Fachzeitschrift wurde nicht gefunden; die Kritik muss deshalb aus den Studienzahlen selbst geführt werden.Der Negativbefund betrifft den Satz, mit dem in Kollegien Diskussionen beendet werden: „Belohnungen zerstören die intrinsische Motivation.“ Das ist eine Seite eines seit 1994 laufenden Fachstreits. Für materielle Belohnungen berichten Deci, Koestner & Ryan 1999 aus 128 Studien d = minus 0,34, für erwartete materielle minus 0,36, für unerwartete plus 0,01 und nicht signifikant. Cameron, Banko & Pierce 2001 rechnen dieselbe Literatur anders und kommen für alle Belohnungen auf minus 0,08, ebenfalls nicht signifikant. Beim gesprochenen Lob sind sich beide Lager einig: plus 0,33 gegen plus 0,31. Der Streit betrifft ausschließlich materielle, erwartete Belohnungen — und der Schaden ist dort, wo er auftritt, klein. Ebenso wenig steht die verbreitete Faustzahl im Heft: Für ein Lob-Tadel-Verhältnis von 4:1 oder 5:1 als Schwellenwert wurde keine Primärstudie gefunden.Der zweite Negativbefund ist ein Baustein, den dieses Heft ausdrücklich nicht empfiehlt. Die einzige gefundene kontrollierte deutsche Evaluation des Trainingsraums — vier Realschulen, 918 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7, 102 Lehrkräfte — findet keine grundsätzlich positive Wirkung; die signifikanten Effektstärken liegen bei 0,25 bis 0,28 (Wollenweber 2013), und eine sonderpädagogische Fachzeitschrift rät sowohl aus empirischer als auch aus theoretischer Hinsicht von der Umsetzung ab (Hövel u. a. 2020). Was dagegen belegt ist, ist schmal und brauchbar: Von allen Merkmalen wirksamer Klassenregeln gelten genau zwei — Regeln unterrichten und sie mit Konsequenzen verknüpfen (Alter & Haydon 2017); wie viele Studien dahinterstehen, geht aus dem Abstract nicht hervor, und das Heft sagt es.Für wen und wannFür Lehrkräfte aller Schulformen, Schwerpunkt Sekundarstufe I, und für Fachkonferenzen, die ihre üblichen Reaktionen einmal den sieben Maßnahmen des Gesetzes zuordnen wollen: Was sich keiner Karte zuordnen lässt, ist entweder keine pädagogische Maßnahme — oder es fehlt die Grundlage.Der richtige Zeitpunkt ist die erste Woche eines Halbjahres, nicht der Tag nach dem Vorfall. Die Rechtsangaben gelten für Hessen, mit Fassung, Abrufdatum und dem ausdrücklichen Vermerk, dass der Wortlaut nichtamtlich erhoben wurde; für Bayern und Nordrhein-Westfalen nennt das Heft die abweichenden Regelungen. Information, keine Rechtsberatung.Einordnung in die ReiheHeft 15 schließt den dritten Block, „Störungen“ (Hefte 11 bis 15), ab. Heft 13 liefert die Abstufung, in die diese Konsequenzen eingehängt werden, Heft 11 die Unterscheidung davor; den vollständigen Rechtsrahmen mit Verfahren und Fristen entfaltet Heft 26, und der Streit um Lob und Belohnung wird in Heft 17 und Heft 18 ausgetragen. Jedes Heft ist für sich einsetzbar; die Reihe ist abgeschlossen und es kommen keine weiteren Teile.
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