Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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„Der Kern ist der Same, das Fleisch drumherum ist die Frucht.“ Die Regel stimmt bei Kirsche und Pflaume — und versagt bei vier der fünf Fälle, die in jeder Küche liegen. Ein Sonnenblumenkern ist eine Frucht. Ein Getreidekorn ist eine Frucht. Das Rote der Erdbeere ist ein fleischig gewordener Blütenboden, und die „Kerne“ außen sind Nüsschen, jedes eine eigene Frucht. Beim Apfel kommt das Fruchtfleisch von der Blütenachse; nur das Kerngehäuse stammt aus den Fruchtblättern. Und dieselbe Unschärfe trifft zwei Vorgänge: Bestäubung und Befruchtung werden regelmäßig eins, obwohl zwischen ihnen ein Weg liegt.
Diese Einheit macht aus beidem ein Prinzip statt einer Merkregel. Eine Frucht entsteht aus dem Fruchtknoten, ein Same aus einer Samenanlage. Der Fruchtknoten liegt außen um die Samenanlagen herum — deshalb liegt die Frucht außen um die Samen herum. Das ist eine Definition, keine Regel: Man kann sie prüfen, statt sie zu glauben. Und genau das tut die Klasse, an fünf Früchten im Schnitt und an einem Apfel, den sie selbst aufschneidet.
Sechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: die Einordnung ins hessische Kerncurriculum mit dem, was dort steht und was dort fehlt, die Tafel der drei Niveaus, fünf Zahlen mit ihren Bezugsgrößen, die Tabelle „Was aus welchem Blütenteil wird“ und der Kasten zur doppelten Befruchtung: was wir in Jahrgangsstufe 6 weglassen und welche Sätze deshalb nicht mehr fallen dürfen.
Dann zwei Seiten zum Aushängen. Das Merkplakat „Frucht ist nicht Same“ zeigt fünf Früchte im Schnitt — Erdbeere, Apfel, Sonnenblumenkern, Getreidekorn, Haselnuss — mit einer Formensprache, die auch in der Schwarz-Weiß-Kopie trägt: volle Fläche für die Fruchtwand aus dem Fruchtknoten, Schraffur für Gewebe der Blütenachse, doppelte Kontur für den Samen. Daneben die Umbautafel. Die große Abbildung „Der Weg bis zur Frucht“ zeigt fünf Stationen und dieselbe Blüte einmal vorher und einmal nachher. Beide vertragen die Vergrößerung auf A3.
Sechs Arbeitsseiten tragen 12 Aufgaben in drei Niveaus. Die letzte davon ist zugleich Versuchs- und Datenseite: Ein Apfel wird quer aufgeschnitten, die Klasse zählt die Kammern nach und trägt ein, was von außen nach innen aus welchem Blütenteil stammt. Dann ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden: elf Fachwörter und eine Fehlvorstellung.
Zwei Lösungsseiten geben zu jeder der 12 Aufgaben eine kommentierte Lösung. Eine Fachwortliste mit Selbstkontrolle zum Ankreuzen schließt die Arbeit ab. Die letzte Seite trägt die Quellen, eine Ampel für die Belegstufe und die Leiste mit allen fünf Einheiten. Alle 13 Abbildungen sind eigene Zeichnungen und tragen ihre Bildunterschrift und ihre Herkunft.
Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Beschriftungen und Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — ein gezeichneter Blütenlängsschnitt mit seinen Zeigelinien erklärt sich schneller als ein Absatz über dieselbe Blüte, und eine Klasse in Jahrgangsstufe 6, die zwei Seiten lang Kästen und Fließtext gesehen hat, sieht beim dritten nicht mehr hin.
Die drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: Namen stehen schon da, die Tabelle ist vorstrukturiert, die Anzahl der gesuchten Eintragungen ist genannt, dazu ein Hilfekasten in zwei Stufen. Niveau II gibt dieselbe Sache ohne Stütze — dieselbe Zeichnung, nur ohne Namen und anders sortiert, kein Hilfekasten, keine Randwörter; stattdessen sagt die Aufgabe, auf welcher Seite die Angabe steht. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: übertragen, begründen, eine verbreitete Regel prüfen, einen Versuch erweitern. Kein neuer Stoff, keine Zusatzaufgabe für Schnelle.
Konkret in dieser Einheit: Der Gegenstand sind fünf Früchte im Schnitt, und es sind auf allen Seiten dieselben fünf Zeichnungen. Auf Seite 4 stehen sie mit Namen und Fruchttyp auf dem Merkplakat. Auf Seite 6 stehen dieselben fünf mit Namen, und die Klasse trägt ein, was daran Frucht und was Same ist, und unterscheidet dazu Pollenkorn und Same. Auf Seite 8 stehen dieselben fünf ohne Namen als A bis E und in anderer Reihenfolge, ohne Hilfekasten; dazu die Frage, wo beim Apfel die Frucht aufhört. Auf Seite 10 wird mit denselben fünf die Alltagsregel geprüft und die Umbautafel übertragen. Vier Stationen, fünf Zeichnungen.
Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Auf Seite 15 steht, wie man mit dem Heft arbeitet: Such dir die Stufe aus, die zu dir passt, oder arbeite dich hoch. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei. Dazu erklärt dieselbe Seite die sieben Operatoren des Hefts in Kindersprache — beschrifte, trage ein, ordne zu, prüfe, erkläre, begründe, übertrage —, damit ein Aufgabenwort nicht selbst zur Hürde wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht in der Ehrlichkeitstabelle auf Seite 2: Am besten untersucht sind gestufte Lernhilfen beim Experimentieren, und untersucht wurden die Klassen 7 und 8. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 haben wir keine Wirksamkeitsstudie gefunden. Wo Belege fehlen, sagen wir es.
Erstens der Satz, an dem die Einheit hängt, und er wird als Definition geführt und nicht als Regel: Eine Frucht entsteht aus dem Fruchtknoten, ein Same aus einer Samenanlage. Alles, was außerhalb des Fruchtknotens war, gehört nicht zur Frucht im engeren Sinn — deshalb heißt der Apfel Scheinfrucht und die Erdbeere Sammelnussfrucht. Fünf Alltagsfälle machen das prüfbar statt merkbar, und die Umbautafel auf Seite 4 sagt zu jedem Blütenteil, was aus ihm wird und woran man es erkennt.
Zweitens die Unterscheidung, die im Unterricht am häufigsten verloren geht: Bestäubung ist nicht Befruchtung. Bestäubung ist ein Transportvorgang, Pollen kommt auf die Narbe. Befruchtung ist ein Verschmelzungsvorgang, zwei Zellen werden eine. Dazwischen wächst der Pollenschlauch durch den Griffel — das braucht Zeit und einen Weg. Wie lange, steht in diesem Heft nicht: Dazu haben wir keine geprüfte Angabe gefunden, und die Seite sagt das, statt eine Zahl zu erfinden.
Drittens die doppelte Befruchtung. In Jahrgangsstufe 6 wird sie nicht ausgeführt, und das ist vertretbar: Embryosack und Ploidie sind hier nicht verfügbar, und der Satz „Aus der Samenanlage wird der Same“ bleibt richtig. Aber die Auslassung hat eine Folge, und die steht im Heft: Zwei Ersatzsätze sind dann nicht mehr vertretbar — „Aus der befruchteten Eizelle wird der Same“ und „Der Keimling nimmt seinen Vorrat mit“. Das Nährgewebe entsteht bei der Befruchtung eigens dazu und gehört nicht zum Keimling. Der Kasten auf Seite 3 nennt die Auslassung beim Namen und sagt, was sie verbietet.
Viertens der Ton. Wir verkaufen dieses Heft nicht damit, dass „die Schulbücher es falsch machen“. Der geprüfte Lehrerband eines großen Verlags trennt Frucht und Same sauber, einschließlich Steinfrucht, Sammelnussfrucht und Apfelfrucht. Der Unterschied dieser Fassung ist, dass sie den Unterschied zum Prinzip macht, statt ihn nebenbei zu erwähnen — und dass sie die fünf Fälle durchgeht, bei denen er hängt. Die Fruchttypen von Walnuss, Erdnuss, Mandel, Kokosnuss und Paranuss kommen übrigens nicht vor: Dazu hatten wir nur Allgemeingut und keine geprüfte Einzelquelle.
Und fünftens: Jede Zahl trägt ihre Bezugsgröße und ihre Belegstufe. Dass ein Apfel im Querschnitt fünf Kammern hat, kann die Klasse selbst nachzählen — die Quelle dafür ist ein enzyklopädischer Artikel, und das steht so im Heft. Dass die doppelte Befruchtung 1898 beschrieben wurde, steht mit derselben Belegstufe da. 87,5 % der Blütenpflanzenarten werden von Tieren bestäubt: eine Artenzahl, kein Anteil an der Erntemenge. Zu jeder der 12 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern.
Und dann die Bebilderung, die diese Fassung am deutlichsten von üblichem Arbeitsmaterial trennt. In diesem Heft stehen dreizehn Abbildungen auf sechzehn Seiten — jede Seite, die etwas zeigen kann, zeigt es auch, und keine Arbeitsseite besteht aus Fließtext mit Schreiblinien. Manche davon tragen mehrere Zeichnungen nebeneinander: Die Tafel auf Seite 4 ist eine Abbildung mit fünf Fruchtschnitten, und der Weg auf Seite 5 eine mit fünf Stationen. Alle 13 sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine — kein Foto, keine fremde Abbildung, keine fremde Tabellenstruktur. Jede trägt eine Bildunterschrift, und die Unterschrift arbeitet: Sie sagt, woher die Darstellung stammt, und sie sagt, was das Bild nicht zeigt — dass es schematisch ist, dass es keinen Maßstab zwischen den Teilen behauptet, dass eine gezeichnete Blüte deutlicher aussieht als eine echte. Verneinung ist durchweg das Andreaskreuz, Ankreuzfelder sind leere Quadrate.
Für Biologie am Gymnasium, Jahrgangsstufe 5 und 6. Diese Einheit ist für sich einsetzbar: Was aus den Einheiten 1 und 2 gebraucht wird — Fruchtknoten, Samenanlage, Griffel, Narbe, Bestäubung, Pollen —, steht in der Wortliste auf Seite 15. Alles andere zum Lösen steht auf den Seiten 4 und 5.
Ein Hinweis, der zur Einordnung gehört und den man besser vor dem Kauf liest als danach: Das hessische Kerncurriculum der Sekundarstufe I für das Gymnasium nennt Blütenpflanzen ausdrücklich. Es verlangt, dass Wirbeltiere und Blütenpflanzen unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien zeigen und dass bei Blütenpflanzen zwischen geschlechtlicher Fortpflanzung und ungeschlechtlicher Vermehrung unterschieden wird, und es ordnet das den Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6 zu. „Klasse 5/6“ ist hier also keine Setzung, sondern gedeckt.
Und die Gegenprobe gehört genauso dazu. Die Wörter „Bestäubung“, „Samen“, „Keimung“, „Frucht“ und „Blütendiagramm“ kommen im Kerncurriculum nicht vor. Sie sind die fachliche Konkretisierung des curricularen Satzes, nicht selbst gefordert — und genau diese Konkretisierung sind diese Hefte. Umgekehrt verlangt derselbe Satz die ungeschlechtliche Vermehrung, also Ausläufer, Knolle, Zwiebel und Steckling: Die Reihe behandelt sie in einem Kasten in Einheit 5 und sonst nicht, sie deckt dieses Stück des Curriculums also nicht ab. Beides steht wörtlich auf Seite 2 jedes Hefts. Die Zuordnung zu einer Jahrgangsstufe trifft die Einzelschule; prüfen Sie es am Schulcurriculum Ihrer Schule gegen.
Der Zeitbedarf ist eine Doppelstunde: Einstieg am Merkplakat, Erarbeitung mit allen drei ausliegenden Niveaus, Sicherung mit dem Kartenblatt. Diese Angabe beruht auf Erfahrung und steht deshalb ohne Quelle da. Für die Versuchsseite braucht es fünf Früchte aus dem Laden und ein Messer, das die Lehrkraft führt; kein Pflanzenteil kommt in den Mund.
Einheit 3 von fünf. Sie steht in der Mitte der Reihe: Die Blüte ist gebaut, der Pollen ist angekommen — jetzt wird umgebaut.
Danach geht es weiter mit Einheit 4, in der der Same aufgeschnitten und die Keimung im Versuch geprüft wird. Zwei Wörter zieht dieses Heft vor, Keimling und Ausbreitung; sie stehen auf Karte 12 und in der Wortliste. Ein Wort führt es neu ein, obwohl es im Progressionsplan gar nicht vorkommt: Blütenachse — ohne dieses Wort ist die Scheinfrucht nicht erklärbar. Auch das steht im Heft und nicht nur in der Planung.
Die Leitfarbe dieser Einheit ist Hagebutte, die Farbe der reifenden Frucht. Auf der letzten Seite steht die Leiste mit allen fünf Einheiten und dem Kreis, den sie zusammen ergeben.
Blütenpflanzen sind das Kapitel, in dem der Alltag lauter fertige Sätze mitbringt. „Der Kern ist der Same, das Fleisch drumherum ist die Frucht.“ „Zum Keimen braucht ein Same Erde.“ „Drei von vier Bissen kommen von Bienen.“ „Ein Blütendiagramm ist ein Querschnitt.“ Jeder dieser Sätze ist eingängig, jeder ist entweder unvollständig oder in der Sache falsch, und jeder ist im Umlauf. Wer ihn in Jahrgangsstufe 6 einführt, erzeugt eine Korrektur, die jemand später leisten muss — oft niemand.Dazu kommt, dass die vier Vorgänge, die den Gegenstand ausmachen, im Unterricht regelmäßig zusammenfallen. Bestäubung und Befruchtung werden eins, obwohl zwischen ihnen ein Weg liegt, für den ein Pollenschlauch durch den Griffel wachsen muss. Frucht und Same werden eins, obwohl das eine aus dem Fruchtknoten entsteht und das andere aus einer Samenanlage. Und dahinter steht das gewöhnliche Problem: In derselben Klasse sitzen Kinder, die eine Zeichnung nicht ohne Stütze lesen, und Kinder, die nach zehn Minuten fertig sind.Diese fünf Hefte nehmen beides als eine Aufgabe. Sie gehen den ganzen Kreis: von der Blüte über die Bestäubung und die Frucht zum Samen und mit der Ausbreitung zurück zur nächsten Blüte. Sie tun das mit drei Niveaus am selben Gegenstand, mit Zahlen, die ihre Bezugsgröße mitbringen, und mit Fehlstellen, die benannt werden, statt aufgefüllt zu werden. Zusammen 80 Seiten, fünfmal sechzehn.Was enthalten istEinheit 1, Die Blüte. Kelch, Krone, Staubblätter, Fruchtblatt — vier Kreise von außen nach innen, zu jedem nicht nur der Name, sondern die Aufgabe. Merkplakat „Der Bauplan der Blüte“, große Abbildung „Der Plan von oben“ mit dem Blütendiagramm neben einem echten Querschnitt. 12 Aufgaben, 14 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 2, Bestäubung. Insektenblüte und Windblüte nebeneinander, sechs Merkmale, fünf Bestäuber — und vier Zahlen, die im Umlauf sind und verschiedene Bezugsgrößen haben. Merkplakat „Zwei Blüten, zwei Wege“, große Abbildung „Der Weg des Pollens“ in fünf Stationen. 12 Aufgaben, 13 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 3, Von der Blüte zur Frucht. Was aus welchem Blütenteil wird, und warum eine Frucht nicht ein Same ist — an Erdbeere, Apfel, Sonnenblumenkern, Getreidekorn und Nuss durchgespielt. Merkplakat „Frucht ist nicht Same“, große Abbildung „Der Weg bis zur Frucht“. 12 Aufgaben, 13 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 4, Der Samen und die Keimung. Was in einem Samen steckt und was er zum Keimen braucht — geprüft im Versuch mit vier Ansätzen, die sich in genau einer Sache unterscheiden. Merkplakat „Vier Ansätze, eine Frage“, große Abbildung „Was in einem Samen steckt“ an Bohne und Getreidekorn. 12 Aufgaben, 15 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 5, Ausbreitung. Wind, Tier, Wasser und Selbstausbreitung, ihre Bauformen und ihre Fachnamen — und die Frage, wer am weitesten kommt, mit dem ehrlichen Befund dazu. Merkplakat „Vier Wege, ein Kreis“, große Abbildung „Warum überhaupt fort?“. 12 Aufgaben, 13 Abbildungen, 12 Karten.Jedes Heft ist gleich gebaut, und der Aufbau ist der Nutzen. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: Einordnung ins Kerncurriculum mit dem, was dort steht und was dort fehlt, die Tafel der drei Niveaus, die Zahlentafel mit Bezugsgröße und Quelle zu jeder Zahl des Hefts, die Ehrlichkeitstabelle zur Befundlage der eingesetzten Formate, drei erhobene Fehlvorstellungen und die Sicherheitsregeln. Dann ein Merkplakat und eine große Abbildung, beide auf A3 kopierbar und zum Aushängen gedacht — über die Reihe zehn solche Seiten. Sechs Arbeitsseiten tragen zwölf Aufgaben in drei Niveaus, die letzte davon ist zugleich Versuchs- und Datenseite. Ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden. Zwei Lösungsseiten. Eine Fachwortliste mit Selbstkontrolle zum Ankreuzen und den Wörtern, die erst später kommen. Eine Quellenseite mit Belegampel und der Leiste aller fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Beschriftungen und Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — ein gezeichneter Blütenlängsschnitt mit seinen Zeigelinien erklärt sich schneller als ein Absatz über dieselbe Blüte, und eine Klasse in Jahrgangsstufe 6, die zwei Seiten lang Kästen und Fließtext gesehen hat, sieht beim dritten nicht mehr hin.Zusammen sind das 60 Aufgaben, zu jeder eine kommentierte Lösung im Heft, 60 Karten zum Ausschneiden, zehn Seiten zum Aushängen und 68 Abbildungen — vierzehn in Einheit 1, dreizehn in den Einheiten 2, 3 und 5, fünfzehn in Einheit 4. Jede trägt ihre Bildunterschrift und ihre Herkunft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: Namen stehen schon da, die Tabelle ist vorstrukturiert, die Anzahl der gesuchten Eintragungen ist genannt, dazu ein Hilfekasten in zwei Stufen. Niveau II gibt dieselbe Sache ohne Stütze — dieselbe Zeichnung, nur ohne Namen und anders sortiert, kein Hilfekasten, keine Randwörter; stattdessen sagt die Aufgabe, auf welcher Seite die Angabe steht. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: übertragen, begründen, eine verbreitete Regel prüfen, einen Versuch erweitern. Kein neuer Stoff, keine Zusatzaufgabe für Schnelle.Ein Beispiel aus Einheit 3, damit klar wird, was „derselbe Gegenstand“ heißt. Der Gegenstand sind fünf Früchte im Schnitt: Erdbeere, Apfel, Sonnenblumenkern, Getreidekorn, Haselnuss. Auf Seite 4 stehen sie mit Namen und Fruchttyp auf dem Merkplakat. Auf Seite 6 stehen dieselben fünf Zeichnungen mit Namen, und die Klasse trägt ein, was daran Frucht und was Same ist. Auf Seite 8 stehen dieselben fünf ohne Namen als A bis E und in anderer Reihenfolge, ohne Hilfekasten. Auf Seite 10 wird mit denselben fünf die Alltagsregel „Der Kern ist der Same, das Fleisch die Frucht“ geprüft — sie stimmt bei Kirsche und Pflaume und versagt bei vier der fünf Fälle dieses Hefts. Nicht drei verschiedene Aufgaben, sondern dieselbe Sache mit drei Graden der Unterstützung.In den anderen vier Heften trägt dieselbe Idee einen anderen Gegenstand: derselbe Blütenlängsschnitt in Einheit 1, dieselbe Gegenüberstellung von Insekten- und Windblüte in Einheit 2, derselbe Versuchsaufbau mit vier Ansätzen in Einheit 4, dieselben vier Diasporen in Einheit 5. In jedem Fall steht auf Seite 8 dieselbe Sache wie auf Seite 6, nur ohne Stützen, und auf Seite 10 wird sie weitergedacht.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Auf Seite 15 steht, wie man mit dem Heft arbeitet: Such dir die Stufe aus, die zu dir passt, oder arbeite dich hoch. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei. Dazu erklärt dieselbe Seite die sieben Operatoren des Hefts in Kindersprache — beschrifte, trage ein, ordne zu, prüfe, erkläre, begründe, übertrage —, damit ein Aufgabenwort nicht selbst zur Hürde wird. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht in der Ehrlichkeitstabelle auf Seite 2: Am besten untersucht sind gestufte Lernhilfen beim Experimentieren, und untersucht wurden die Klassen 7 und 8. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 haben wir keine Wirksamkeitsstudie gefunden. Wo Belege fehlen, sagen wir es.Was dieses Material von anderem unterscheidetErstens: Die verbreiteten Verkürzungen werden benannt und bearbeitet, nicht stillschweigend weitergegeben. Jedes Heft hat dafür auf Seite 3 eine Tabelle mit drei erhobenen oder dokumentierten Vorstellungen, jeweils mit dem, was stattdessen gilt, und mit der Fundstelle. Einheit 1 nimmt sich vor, dass ein Blütendiagramm kein Querschnitt ist, Einheit 2 die Honigbiene als alleinige Bestäuberin, Einheit 3 die Regel „Kern ist Same, Fleisch ist Frucht“, Einheit 4 den Satz „Zum Keimen braucht ein Same Erde“, Einheit 5 die Annahme, der Mensch müsse neu aussäen. Jede dieser Korrekturen ist zugleich eine Aufgabe auf Niveau III: Die Klasse prüft den Satz selbst und formuliert ihn neu. Kein Verlag wird dabei genannt und kein pauschales Urteil gefällt — das Fach-Dossier hält ausdrücklich fest, dass der geprüfte Lehrerband eines großen Verlags Frucht und Same sauber trennt, einschließlich Steinfrucht, Sammelnussfrucht und Apfelfrucht.Zweitens: Jede Zahl nennt ihre Bezugsgröße, ihre Erhebung und ihre Quelle an derselben Stelle wie die Zahl, nicht in einer Fußnote. Das ist bei diesem Thema der Kern der Sache: 87 von 115 der wichtigsten Weltkulturpflanzen profitieren von Tierbestäubung — das ist eine Artenzahl, keine Erntemenge. Nach Menge stammen rund 35 % der Nahrungsmittelproduktion aus solchen Kulturen, und der erwartete direkte Produktionsrückgang bei völligem Ausfall aller Tierbestäuber liegt bei 3 bis 8 %. Arten und Tonnen sind zwei verschiedene Bezugsgrößen, und Einheit 2 macht daraus eine Aufgabe: Zwei Punktraster stehen nebeneinander, 115 Punkte für Arten und 100 für Prozent der Menge, und die Klasse sagt selbst, wie aus dem einen das andere gemacht wird.Drittens: Wo es keine belastbare Zahl gibt, steht die Fehlstelle im Heft statt einer erfundenen Angabe. Einheit 5 sagt, dass sie zu den Ausbreitungsweiten je Weg keine Meterwerte hat, und dass sie zur Wasserausbreitung gar keinen Wert gefunden hat; daraus wird eine Aufgabe auf Niveau III, in der die Klasse eine Messung entwirft. Einheit 4 hat keine Tabelle mit Keimtemperaturen und Keimzeiten je Art, weil uns dazu eine geprüfte Quelle fehlt. Einheit 3 sagt nicht, wie lange der Pollenschlauch bis zum Fruchtknoten braucht. Und die Sicherheitsseite schreibt der Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht keine Regelung zu Pflanzen zu, weil wir den Text der einschlägigen Abschnitte über fünf Zugriffe nicht abrufen konnten — deshalb steht in der Reihe auch keine Giftpflanzenliste. Eine Ampel auf der letzten Seite jedes Hefts zeigt, was belegt, was uneinheitlich und was nicht belegt ist.Viertens: Zu jeder der 60 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern — Nummer und Niveau, die Antwort, woran man es erkennt und womit man es am häufigsten verwechselt. Die Lösungen tragen dieselben Nummern und dieselben Niveaus wie die Aufgaben und liegen im Heft, nicht beim Lehrertisch. Wo mehrere Antworten richtig sind, sagt die Aufgabe das, und die Lösung nennt sie.Fünftens: Alle 68 Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine — Blütenlängsschnitte, Blütendiagramme, Fruchtschnitte, Keimungsreihen, Versuchsaufbauten, Diasporen. Kein Foto, keine fremde Abbildung, keine fremde Tabellenstruktur. Jede trägt eine Bildunterschrift, und die Unterschrift sagt auch, was das Bild nicht zeigt: dass die Zeichnungen nicht maßstäblich zueinander sind, dass eine Grasblüte viel kleiner ist als eine Insektenblüte und keine Blüte so groß wie eine Hummel. In Einheit 4 zeigt kein einziges Bild ein Versuchsergebnis — das findet die Klasse selbst heraus.Und sechstens, weil damit gearbeitet wird: Die Sicherheitsregeln stehen in jedem Heft mit ihrer Fundstelle. Kein Pflanzenteil kommt in den Mund, auch nicht die Kresse aus dem eigenen Versuch. Skalpelle haben einen festen Metallgriff, den Klingenwechsel nimmt ausschließlich die Lehrkraft vor. Und für das Sammeln draußen steht der Wortlaut des Bundesnaturschutzgesetzes da, nicht eine Faustregel: abschneiden statt ausreißen, nichts ausgraben, wenig mitnehmen, in Naturschutzgebieten nichts.Für wen und wannFür Biologie am Gymnasium, Jahrgangsstufe 5 und 6. Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt; sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt, denn Blütenpflanzen sind kein landesspezifischer Gegenstand.Ein Hinweis, der zur Einordnung gehört und den man besser vor dem Kauf liest als danach: Das hessische Kerncurriculum der Sekundarstufe I für das Gymnasium nennt Blütenpflanzen ausdrücklich. Es verlangt, dass Wirbeltiere und Blütenpflanzen unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien zeigen und dass bei Blütenpflanzen zwischen geschlechtlicher Fortpflanzung und ungeschlechtlicher Vermehrung unterschieden wird, und es ordnet das den Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6 zu. „Klasse 5/6“ ist hier also keine Setzung, sondern gedeckt.Und die Gegenprobe gehört genauso dazu. Die Wörter „Bestäubung“, „Samen“, „Keimung“, „Frucht“ und „Blütendiagramm“ kommen im Kerncurriculum nicht vor. Sie sind die fachliche Konkretisierung des curricularen Satzes, nicht selbst gefordert — und genau diese Konkretisierung sind diese Hefte. Umgekehrt verlangt derselbe Satz die ungeschlechtliche Vermehrung, also Ausläufer, Knolle, Zwiebel und Steckling: Die Reihe behandelt sie in einem Kasten in Einheit 5 und sonst nicht, sie deckt dieses Stück des Curriculums also nicht ab. Beides steht wörtlich auf Seite 2 jedes Hefts. Die Zuordnung zu einer Jahrgangsstufe trifft die Einzelschule; prüfen Sie es am Schulcurriculum Ihrer Schule gegen.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde: Einstieg am Merkplakat, Erarbeitung mit allen drei ausliegenden Niveaus, Sicherung mit dem Kartenblatt. Diese Zeitangabe ist eine Erfahrungsangabe und steht deshalb ohne Quelle da. Das Material eignet sich ebenso für Vertretungsstunden, für Freiarbeit und für eine Lerntheke — alles, was zum Lösen nötig ist, steht im Heft: die Gegenstände auf den Seiten 4 und 5, die Fachwörter auf Seite 15. Alle Hefte sind in Schwarzweiß lesbar; Merkplakat und große Abbildung vertragen die Vergrößerung auf A3.Für den praktischen Teil braucht es wenig: eine Tulpen-, Kirsch- oder Apfelblüte zum Zerlegen, fünf Früchte aus dem Laden zum Aufschneiden, Kressesamen und Watte für den Keimversuch, Löwenzahnfrüchte und Papier für den Flugversuch. Für den Keimversuch mit lebensmittelgeeigneten Zusätzen ist nach der zugrunde liegenden amtlichen Vorlage keine schriftliche Gefährdungsbeurteilung erforderlich; das gilt für genau diese Stoffe, und das Heft sagt auch, wo dieser Geltungsbereich endet.Einordnung in die ReiheDie Reihe umfasst fünf Einheiten und ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Der Weg ist ein Kreis: Same, Keimung, Pflanze, Blüte, Bestäubung, Befruchtung, Frucht, Ausbreitung — und der Same liegt wieder am Anfang, nur woanders. Die Hefte laufen in der Reihenfolge Blüte, Bestäubung, Frucht, Same und Keimung, Ausbreitung; der achte Schritt des Kreises ist Einheit 5, und er führt zurück zum ersten. Auf Seite 7 von Einheit 5 ordnet die Klasse diesen Kreis selbst.Jede Einheit ist trotzdem für sich einsetzbar. Die Fachwörter bauen aufeinander auf — eine Aufgabe verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten —, und jedes Wort, das eine Aufgabe braucht, steht in der Wortliste des eigenen Hefts auf Seite 15, auch dann, wenn es zum ersten Mal in einer früheren Einheit vorkam. Wo ein Heft ein Wort vorzieht, ist das im Heft mit der Marke „vorgezogen“ gekennzeichnet und nicht stillschweigend getan. Wer nur eine Doppelstunde zur Keimung hat, nimmt Einheit 4 allein; wer die ganze Sequenz unterrichtet, hat mit den fünf Heften Material für mehrere Wochen.Die fünf Leitfarben sind Fuchsie, Pollengelb, Hagebutte, Enzian und Malve. Grün kommt in dieser Palette nicht vor, und das ist Absicht: Grün steht in einer Pflanzenreihe auf jeder Seite und könnte deshalb nicht sagen, welches Heft man in der Hand hält. Es bleibt dort, wo es hingehört — in den Zeichnungen, wo Blatt, Stängel, Kelchblatt und Keimblatt in allen fünf Heften dieselbe Farbe haben. Auf der letzten Seite jedes Hefts steht eine Leiste mit allen fünf Einheiten, damit sichtbar ist, wo die Klasse gerade steht.
Klassenstufen: 5-6. Klasse
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