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Stundenentwürfe - Drei Bindungen — Station lernen Chemie, Einführungsphase - Teach To Kids - Deckblatt
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Beschreibung

KURZBESCHREIBUNG ══════════════════════

27 Seiten Wiederholung zur chemischen Bindung für die Einführungsphase. Vier Stationen, vierzehn Arbeitsblätter, fünf Lösungsblätter zum Auslegen, dazu Laufzettel, Diagnosebogen und eine Handreichung mit Quellen.

Jede Station hat denselben Aufbau: ein Konzeptblatt, das das Modell erklärt und am rechten Rand die Begriffe mitführt, die man danach benutzen können muss — und zwei Übungsblätter, die genau diese Begriffe prüfen. Am Stoff, nicht an der Definition.

Station 1 hat zwei Konzeptblätter, weil dort die Ionen selbst eingeführt werden.

Station 4 vergleicht alle drei. Sie kommt zuletzt, weil sie die anderen voraussetzt: große Vergleichstabelle, Elektronegativitätsdifferenz als Werkzeug und ihre Grenzen, sechs Steckbriefe unbekannter Stoffe zum Einordnen und eine Wahlstation zu den Grenzfällen — Graphit gegen Diamant, Ammoniumchlorid, Legierungen. Das Laborheft-Design ist eigens für dieses Material entwickelt worden: Millimeterraster als Grund, Kopfstreifen mit Messskala, Atomring als Aufgabenmarke, Randspalte für die Fachbegriffe, Merkkarte mit umgeknickter Ecke und eine Stationsleiste, die sagt, wie lange es dauert und wo die Lösung liegt.

Und es ist ein abgeschlossenes Material. Es gibt keinen Teil 2, keine Ankündigung, keine Preisstaffel.

DAS IST DRIN ══════════════════════Laufzettel mit allen vierzehn Blättern zum Abhaken – Handreichung: Aufbau und Zeitbedarf, geprüfte Befundlage zu Schülervorstellungen, sechs verbreitete Irrtümer mit Widerlegung, Bezug zum hessischen Kerncurriculum im Wortlaut – Diagnosebogen mit achtzehn Aussagen, vorher und nachher auszufüllen, jede mit Verweis auf das passende Blatt

– Station 1, Ionenbindung: Konzeptblatt A zu den natürlichen Vorkommen von Ionen, zu ihrem Nachweis und zum Gitter; Konzeptblatt B zum Ablesen der Ionenladung am Periodensystem; Übung zu Ladung und Verhältnisformeln; Übung zu Sprödigkeit, Leitfähigkeit und Schmelztemperaturen

– Station 2, Metallbindung: Konzeptblatt zum Elektronengas samt seiner Grenzen, Übung zu den vier Eigenschaften und ihren Ursachen, Übung zu Verformen, Legieren und Leiten

– Station 3, Elektronenpaarbindung: Konzeptblatt zum gemeinsamen Elektronenpaar, Übung zum Zeichnen und Nachzählen von Valenzstrichformeln samt Fehlersuche, Übung zu Bindungspolarität und Dipolmolekül

– Station 4, Vergleich: Konzeptblatt mit Elektronegativitätsskala und Bindungsdreieck, große Vergleichstabelle, sechs Steckbriefe zum Zuordnen, Wahlstation zu den Grenzfällen – fünf Lösungsblätter, eines je Station — bei jeder Aufgabe steht nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Fehler, der dort am häufigsten gemacht wird – farbige Fassung und echte Graustufen-Fassung, beide 27 Seiten Für alle Blätter reicht das kopierte Blatt und etwas zum Schreiben.

Ein Periodensystem muss im Raum verfügbar sein — Station 1 liest die Ionenladung daran ab; die Elektronegativitätswerte stehen direkt auf den Blättern, auf denen sie gebraucht werden.

DAS DESIGN IST EIN LABORHEFT ══════════════════════Sechs Entscheidungen tragen die Gestaltung. In der Oberstufe wird nicht mehr gemalt, sondern notiert, gemessen und begründet — also sieht das Blatt aus wie die Seite, auf der man das tut. Millimeterraster statt weißem Papier.

Ein feines Netz aus 1-mm- und 5-mm-Linien liegt hinter allem. Man kann darauf zeichnen. Skalenleiste statt Farbwelle. Der Kopfstreifen endet unten in einer Messskala mit Teilstrichen. Atomring als Aufgabenmarke. Jede Aufgabennummer sitzt in einem Kern mit Schale und einem Elektron darauf.

Randspalte für Fachbegriffe. Auf jedem Konzeptblatt läuft rechts eine schmale Spalte mit. Man kann sie zuhalten und sich selbst abfragen. Eselsohr an der Merkkarte. Die eine Karte pro Blatt, die man sich merken muss, hat eine umgeknickte Ecke. Stationsleiste unter dem Titel: Pflicht oder Wahl, Zeit, Sozialform, wo die Lösung liegt. Ein Stationenlernen scheitert an der Organisation, nicht an der Chemie.

Die vier Stationsfarben sind so gewählt, dass sie im Schwarzweißdruck deutlich verschieden hell werden: gerechnet 71, 102, 136 und 167, in der fertigen Graustufendatei nachgemessen 70, 103, 135 und 166. Auf dem hellen Amethyst der Vergleichsstation steht die Schrift dunkel, weil helle Schrift dort nicht mehr lesbar wäre.

WAS DIESES MATERIAL ANDERS MACHT ══════════════════════

Die Bindungslehre ist eines der am besten untersuchten Themen der Chemiedidaktik. Dieses Material nimmt die Befunde ernst, statt sie zu erwähnen. Ballester Pérez und Kollegen befragten 2017 79 Schülerinnen und Schüler im Alter von 17 bis 18 Jahren aus sechs Schulen in Valencia sowie 99 Studienanfänger. 22 Prozent erklärten die Leitfähigkeit von Natriumchlorid mit freien Elektronen. 29 Prozent hielten Siliciumdioxid für eine Molekülsubstanz. 34 Prozent meinten, beim Sieden von Iod würden kovalente Bindungen gebrochen.

16 Prozent hielten Natriumchlorid für eine Molekülsubstanz. Diese vier Zahlen stehen nicht nur in der Handreichung. Zu jeder gibt es eine Aufgabe, in der die Fehlvorstellung ausdrücklich benannt und widerlegt werden muss — auf Station 1 Übung B, Station 2 Übung A und Station 3 Übung B.

Taber beschreibt seit 1998 das Oktettregel-Rahmenwerk: das Geflecht aus Vorstellungen um den Satz, Atome wollten volle Außenschalen. Deshalb steht in diesem Material auf keinem Konzeptblatt das Wort „will".

Erklärt wird über Energie, und eine Aufgabe verlangt ausdrücklich, den Wunsch-Satz in einen Ursachen-Satz umzuformulieren. Ionen werden hier nicht über den Elektronenübergang eingeführt. Auf dem ersten Konzeptblatt steht kein Natriumatom, das ein Elektron an ein Chloratom abgibt. Es steht dort, was ohnehin der Fall ist: Meerwasser enthält 35 Gramm Salze je Kilogramm, vor allem Chlorid und Natrium. Auf jedem Mineralwasseretikett stehen Calcium-, Magnesium- und Hydrogencarbonat-Ionen. Im Blutplasma liegt Natrium zwischen 135 und 150 Millimol je Liter.

Ionen sind vorhandene Teilchen, keine beschädigten Atome — und man kann sie nachweisen: Leitfähigkeit, Wanderung zu den Polen, Flammenfärbung. In keinem Gitterbild dieses Materials sind Striche zwischen den Ionen gezeichnet — weder als Verbindungslinie noch als gestrichelte Elementarzelle, deren Kanten zwischen zwei Ionen hindurchlaufen. Ein Strich zwischen zwei Teilchen wird als Elektronenpaarbindung gelesen, und genau die gibt es im Ionengitter nicht.

Das markierte Ion in der Nachbarschaftsaufgabe trägt deshalb einen gestrichelten Ring und keine vier Verbindungslinien. Woher die Schülerinnen und Schüler dann wissen, welche Ladung ein bestimmtes Ion trägt? Sie lesen sie ab. Ein eigenes Konzeptblatt zeigt genau diesen Handgriff: eine Ableseleiter mit den Hauptgruppen I bis VIII, darunter die Ladung, die das Ion dieses Elements trägt — 1+, 2+, 3+, dann die Lücke bei Hauptgruppe IV, dann 3–, 2–, 1– und keine bei den Edelgasen.

Dazu vier nummerierte Schritte, zwei durchgerechnete Beispiele (Mg → II → 2+, S → VI → 2–) und die Begründung: Das Ion hat dann genauso viele Elektronen wie das nächste Edelgas, gezeigt an Na⁺ und Ne nebeneinander. Und die Grenzen der Regel stehen daneben, nicht im Kleingedruckten: Hauptgruppe IV bildet in Salzen keine einfachen Ionen, bei den Nebengruppen ist die Ladung nicht ablesbar (Eisen kommt als Fe²⁺ und als Fe³⁺ vor), und Molekülionen wie SO₄²⁻ stehen überhaupt nicht im Periodensystem.

Die Ableseleiter wird programmatisch gegen die gerechneten Ionenladungen geprüft — Aufgabe, Lösung und Grafik können nicht auseinanderlaufen. Erst danach kommt die Bindung, und zwar als eigene Frage. Woher Ionen kommen, ist eine Redoxfrage und gehört nach Themenfeld E.1. Was sie zusammenhält, ist die ungerichtete Coulomb-Anziehung, die zum Gitter führt und nicht zum Paar. Eine Aufgabe auf Übung A trennt beides ausdrücklich: sechs Sätze, jeder gehört zu genau einer der beiden Fragen.

Der Grund dafür ist nicht Geschmack. Nahum, Mamlok-Naaman, Hofstein und Krajcik haben 2007 und 2008 vorgeschlagen, Bindung von unten aufzubauen — erst die elektrostatische Wechselwirkung geladener Teilchen, dann die Bindungsarten als deren Sonderfälle, ausdrücklich nicht über Elektronenübergang und Oktettregel. Joki und Aksela verfolgten 2018 dieselben Lernenden von der Mittel- in die Oberstufe: Wer früh elektrostatisch richtig argumentierte, war später nicht automatisch geschützt.

Die Übergangserzählung erzeugt genau das molekulare Denken über Ionengitter, das Taber, Tsaparlis und Nakiboğlu 2012 in England, Griechenland und der Türkei fanden — jedes Natrium-Ion sei an ein bestimmtes Chlorid-Ion gebunden.

Dieses Material stellt den Satz deshalb ausdrücklich in die Irrtumsliste. Und es steht auch da, wo nichts vorliegt: Für den deutschsprachigen Raum gibt es zur Bindungslehre in der Oberstufe keine Erhebung mit Lösungshäufigkeiten. Ob ein Stationenlernen hier mehr bringt als eine Wiederholungsstunde im Klassenverband, ist nicht untersucht. Dieses Material behauptet das auch nirgends. Eine ganze Seite widmet sich sechs Sätzen, die in Heften und Erklärvideos stehen und der Prüfung nicht standhalten.

Darunter die Grenze bei ΔEN = 1,7: Fluorwasserstoff hat 1,78 und ist ein Molekülgas, das bei 19,5 Grad siedet; Lithiumiodid hat 1,68 und ist ein Salz, das erst bei rund 450 Grad schmilzt. Die Faustregel liegt bei beiden falsch — und sie steht je nach Buch bei 1,7, 1,8 oder 2,0.

JEDE FORMEL IST GERECHNET, NICHT GETIPPT ══════════════════════ Alle Ionenladungen folgen aus der Zahl der Valenzelektronen. Alle Verhältnisformeln entstehen aus der Ladungsbilanz und werden gekürzt. Alle Elektronegativitätsdifferenzen sind aus einer einzigen Tabelle berechnet — Aufgabe und Lösung greifen auf dieselben Werte zu und können nicht auseinanderlaufen. Danach wurde alles ein zweites Mal mit anderen Mitteln geprüft.

Die Ionenladung, die beim Bauen aus den Valenzelektronen folgt, wird über die Hauptgruppe im Periodensystem gegengeprüft. Jede Valenzstrichformel wird Atom für Atom nachgezählt, und zusätzlich wird geprüft, ob ein freies Elektronenpaar aus Versehen auf einer Bindung liegt.

Die Elektronegativitätswerte müssen im Periodensystem monoton verlaufen — nach rechts steigend, nach unten fallend. 652 Einzelprüfungen ohne Abweichung. Geprüft wird auch, was ein Heft falsch machen kann, ohne dass es fachlich falsch wäre: ob die Schmelztemperatur im Aufgabentext dieselbe ist wie in der Stoffdatentabelle, ob jede Station ein Lösungsblatt hat, ob jedes Übungsblatt eine Selbstkontrollzeile trägt, ob die Zahl der Arbeitsblätter auf dem Deckblatt zur gebauten Datei passt — und ob irgendwo das Wort „will" stehen geblieben ist, wo es nicht hingehört.

DAS MATERIAL HINPASST ══════════════════════Einführungsphase, Gymnasium und Gesamtschule. Im hessischen Kerncurriculum der gymnasialen Oberstufe sind die Bindungsarten kein eigenes Themenfeld der E-Phase, sondern Kenntnisse aus der Sekundarstufe I, die dort aufgegriffen werden. Genau das leistet dieses Material — es ist Wiederholung, nicht Einführung.

Zu Beginn der E-Phase: Themenfeld E.1 setzt voraus, dass Ionen sitzen. Station 1 klärt, welche Ladung ein Ion trägt und was das Gitter zusammenhält; wie Ionen aus Atomen entstehen, ist ein Redoxvorgang und gehört nach E.1. Vor der ersten Klausur: Der Diagnosebogen zeigt jedem einzeln, welches Blatt er noch einmal braucht. Klasse 10 oder G9-Jahrgang 10: geht auch, dann ohne die Wahlstation zu den Grenzfällen.

Vertretungsstunde in der E-Phase: Ein Blatt plus Lösungsblatt trägt eine Einzelstunde. Zeitbedarf: rund fünf Unterrichtsstunden für die Pflichtblätter, zügig gearbeitet vier. Kürzen lässt sich, indem Übung B jeder Station als Hausaufgabe gegeben wird.

eduki Qualität

Drei Bindungen — Station lernen Chemie, Einführungsphase

3,49 €4,99 €
−30%
bis 03. September 2026.
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    EF (10./11. Jhg.), Q1 (11./12. Jhg.)
  • Umfang:
    59 Seiten
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Text, Quiz, Prüfungsvorbereitung
  • Format:
    PNG, PDF

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leidenschaftlicher Lehrer, Materialentwickler, Autor und Medienpädagoge.
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