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52 Seiten
eduki Qualität
89 Seiten






Mit dieser umfangreichen Grafomotorik-Werkstatt trainieren Kinder an zwölf abwechslungsreichen Stationen grundlegende Fähigkeiten für das spätere Schreibenlernen. Sie legen, greifen, schneiden, kneten, spuren, zeichnen, fahren, prickeln und formen. Dadurch werden grafomotorische Bewegungsabläufe mit vielfältigen feinmotorischen und wahrnehmungsbezogenen Erfahrungen verbunden.
Die Werkstatt eignet sich besonders für Schulanfängerinnen und Schulanfänger, Vorschulkinder sowie Kinder in der 1. Klasse. Eindeutige Handlungssymbole, übersichtliche Stationskarten und anschauliche Vorlagen ermöglichen auch Kindern ohne Lesekenntnisse einen weitgehend selbstständigen Zugang zu den Aufgaben.
Die verschiedenen Materialien und Bewegungsformen sorgen für eine hohe Aktivierung und Motivation. Gleichzeitig können die Aufgaben entsprechend den individuellen Lernvoraussetzungen ausgewählt werden. Einfache Formen und kurze Linienführungen bieten einen niedrigschwelligen Einstieg. Komplexere Motive, Muster und Bewegungsabläufe fordern grafomotorisch sichere Kinder heraus.
1. Bilder mit Pompons auslegen
Die Kinder nehmen farbige Pompons mit einer Pinzette auf und legen damit vorgegebene Bilder und Muster aus.
2. Schneidestation
Die Kinder schneiden an gestrichelten Linien und in Bildmotive integrierten Schneidewegen entlang.
3. Mit Knete formen
Die Kinder formen Knetwürste und legen damit vorgegebene Linien, Formen und Motive nach.
4. Tiere nachspuren
Die Kinder fahren die gestrichelten Umrisse verschiedener Tiermotive mit einem Bleistift nach.
5. Formen in Sand zeichnen
Die Kinder wählen eine Formenkarte und übertragen die abgebildete Form mit dem Zeigefinger in Sand.
6. Schwungübungen auf einem großen Blatt
Mit Wachsmalstiften übertragen die Kinder unterschiedliche Schwungformen, Bögen, Schleifen, Wellen, Striche und Zickzacklinien auf ein großes Blatt.
7. Fahrstrecken nachfahren
Die Kinder bewegen ein Spielzeugauto kontrolliert über unterschiedliche Streckenführungen wie Wellen, Bögen, Zickzacklinien, Spiralen oder S-Linien.
8. Prickeln
Die Kinder prickeln mit einer Prickelnadel entlang vorgegebener Linien und gestalten unterschiedlich schwierige Motive.
9. Punktebilder gestalten
Mit Dot-Painting-Stiften setzen die Kinder gezielt farbige Punkte auf die dafür vorgesehenen Flächen der Motive.
10. Labyrinthe lösen
Die Kinder finden den richtigen Weg durch verschiedene Labyrinthe und zeichnen ihn möglichst kontrolliert ein.
11. Formen mit Biegeplüsch nachbilden
Die Kinder biegen Pfeifenputzer beziehungsweise Biegeplüsch entsprechend der abgebildeten Formen und Motive.
12. Linien an der Tafel nachspuren
Die Kinder spuren von der Lehrkraft vorgezeichnete Wellen-, Bogen-, Zickzack- und Schwunglinien an einer klassischen oder digitalen Tafel nach. Alternativ können die Übungen auf großen Tapetenbahnen durchgeführt werden.
Mit der Grafomotorik-Werkstatt üben die Kinder:
grundlegende grafomotorische Bewegungsabläufe,
eine kontrollierte und zunehmend sichere Stiftführung,
die Koordination von Auge und Hand,
den gezielten Einsatz von Fingern, Hand und Arm,
Fingerkraft, Handgeschicklichkeit und Kraftdosierung,
den Pinzetten- und Dreipunktgriff als Vorbereitung auf eine günstige Stifthaltung,
das Nachfahren gerader, gebogener, gezackter und geschwungener Linien,
die Wahrnehmung und Wiedergabe von Formen und Mustern,
räumliche und visuelle Orientierung,
Bewegungsplanung und Bewegungssteuerung,
Konzentration, Ausdauer und sorgfältiges Arbeiten,
die selbstständige Auswahl, Durchführung und Beendigung einer Aufgabe.
Die Werkstatt berücksichtigt unterschiedliche grafomotorische Lernvoraussetzungen. Die Lehrkraft kann einzelne Stationen, Materialien und Vorlagen gezielt auswählen oder den Kindern eine freie Auswahl ermöglichen.
Einfache Linien, große Formen und kurze Bewegungswege eignen sich für Kinder, die noch Unterstützung benötigen.
Komplexere Motive, engere Linienführungen, Muster und längere Bewegungsabläufe bieten zusätzliche Herausforderungen.
Die bildgestützten Aufgabenkarten ermöglichen die Teilnahme auch ohne sichere Lesekenntnisse.
Unterschiedliche Werkzeuge und Materialien eröffnen taktile, visuelle und bewegungsorientierte Zugänge.
Großflächige Übungen in Sand, auf Papier oder an der Tafel entlasten Kinder, denen kleinräumige Bewegungen noch schwerfallen.
Fitte Kinder können mehrere Karten bearbeiten, anspruchsvollere Vorlagen auswählen oder Formen und Linien selbstständig fortsetzen.
Die Lehrkraft kann die Anzahl der zu bearbeitenden Aufgaben an Konzentration, Ausdauer und motorische Fähigkeiten des einzelnen Kindes anpassen.
So lässt sich die Werkstatt sowohl zur allgemeinen Schreibvorbereitung als auch zur gezielten fein- und grafomotorischen Förderung einsetzen.
Die Kinder lernen in dieser Werkstatt besonders handlungsorientiert. Grafomotorische Bewegungen werden nicht ausschließlich mit einem Stift auf einem Arbeitsblatt geübt, sondern mit verschiedenen Werkzeugen, Materialien und Bewegungsgrößen erfahren.
Das Nachformen mit Knete und Biegeplüsch, das Zeichnen in Sand, das Fahren mit einem Spielzeugauto und das großflächige Nachspuren bereiten Bewegungsabläufe zunächst anschaulich und körpernah vor. Beim Prickeln, Schneiden, Legen mit der Pinzette und Dot-Painting werden zusätzlich Fingerkraft, Genauigkeit und Auge-Hand-Koordination geschult. Die Übungen mit Bleistift und Wachsmalstiften übertragen diese Erfahrungen schließlich auf die kontrollierte Stiftführung.
Der Wechsel zwischen taktilen, visuellen und feinmotorischen Aufgaben unterstützt unterschiedliche Lernwege und sorgt für eine motivierende, abwechslungsreiche Schreibvorbereitung.
für Vorschulkinder und Schulanfängerinnen und Schulanfänger,
für die 1. Klasse und den Anfangsunterricht,
für Kinder, die noch nicht lesen können,
zur Förderung von Grafomotorik und Feinmotorik,
zur Vorbereitung auf das Schreibenlernen,
für Stationenlernen und Lernwerkstätten,
für Freiarbeit, Förderstunden und individuelle Lernzeiten,
für den Einsatz in Kindergarten, Vorschule und Grundschule,
für Kleingruppen oder die Arbeit mit der gesamten Klasse,
zur gezielten Auswahl einzelner Förderangebote.
Stationsschilder für alle zwölf Stationen,
kindgerechte Aufgabenkarten mit anschaulichen Handlungssymbolen,
zahlreiche Bild-, Formen- und Motivkarten,
Vorlagen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden,
Pompom-Bildkarten,
Schneideübungen und Schneidemotive,
Knetvorlagen,
Tiermotive zum Nachspuren,
Formenkarten für das Zeichnen in Sand,
Schwungübungen für Wachsmalstifte,
unterschiedliche Fahrstrecken für Spielzeugautos,
Prickelvorlagen,
Punktebilder,
Labyrinthe,
Formenkarten für Biegeplüsch beziehungsweise Pfeifenputzer,
einen optional einsetzbaren Werkstattpass,
eine ausführliche Lehrerhandreichung mit Förderschwerpunkten, Aufgabenbeschreibungen, Materialangaben sowie Hinweisen zur Vorbereitung und Durchführung.
Die Vorlagen werden je nach Station ausgedruckt, ausgeschnitten und teilweise laminiert. Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge müssen zusätzlich bereitgestellt werden.
Benötigt werden unter anderem:
Pompons in den auf den Karten verwendeten Farben,
kindgerechte Pinzetten,
Kinderscheren,
Knete,
Bleistifte und Wachsmalstifte,
Sand und flache Schalen oder Tabletts,
kleine Spielzeugautos,
Prickelnadeln und Prickelunterlagen,
Dot-Painting-Stifte,
Biegeplüsch beziehungsweise Pfeifenputzer,
Papier, große Papierbögen oder Tapetenbahnen,
gegebenenfalls eine klassische oder digitale Tafel.
Die enthaltene Handreichung unterstützt bei der Vorbereitung und erklärt alle Stationen übersichtlich. Nach der einmaligen Herstellung kann ein großer Teil des Materials wiederholt eingesetzt werden.
Die Grafomotorik-Werkstatt kann vollständig über mehrere Unterrichtsstunden durchgeführt werden. Ebenso lassen sich einzelne Stationen gezielt für Förderstunden, Freiarbeit oder kurze Übungsphasen auswählen. Stationsschilder, Aufgabenkarten, Handlungssymbole und Lehrerhandreichung ermöglichen eine übersichtliche Organisation und reduzieren den zusätzlichen Planungsaufwand.
Der optionale Werkstattpass unterstützt die Kinder dabei, erledigte Stationen zu überblicken, Aufgaben abzuhaken und ihren eigenen Arbeitsprozess zunehmend selbstständig zu organisieren.
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Klassenstufen: 1-2. Klasse
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