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Odermennig ist eine Pflanze, die in Deutschland wächst. Du findest sie oft an Wegrändern oder in sonnigen Wiesen. Wenn du genau hinschaust, siehst du ihre kleinen, gelben Blüten, die in einer langen Reihe am oberen Ende des Stängels wachsen. Die Blüten erinnern ein wenig an kleine Sterne. Die grünen Blätter des Odermennigs sind gezackt, das heißt, sie haben kleine Zacken an den Rändern. Wenn du mit den Fingern darüberstreichst, merkst du: Die Blätter fühlen sich ein bisschen rauer an.
Odermennig kann ganz schön groß werden – manchmal sogar bis zu einem Meter hoch! Am Boden wächst er mit mehreren Stängeln aus einer Wurzel heraus. Wenn deine Schüler*innen die Pflanze nicht kennen, lädt sie ein, mehr über Odermennig zu erfahren. Diese Pflanze hat viele besondere Eigenschaften.
Schon vor vielen Jahren, zur Zeit der alten Römer, wurde Odermennig als Heilpflanze verwendet. Die Menschen damals wussten, dass man mit bestimmten Pflanzen Krankheiten behandeln kann – ganz ohne Apotheke. Odermennig wurde zum Beispiel gegen Halsschmerzen, Bauchweh und sogar gegen kleine Verletzungen verwendet. Die Blätter und Blüten kann man auch als Tee oder Umschlag benutzen.
In Apotheken oder Reformhäusern kann man zum Beispiel Odermennig-Tee kaufen. Viele trinken ihn, wenn sie Halsschmerzen haben oder sich unwohl fühlen. Manchmal macht sich auch eine kleine Tinktur aus der Pflanze, um kleinere Verletzungen zu behandeln.
Aber Vorsicht: Nicht jede Pflanze ist harmlos, nur weil sie hübsch aussieht! Deshalb gilt: Heilpflanzen wie Odermennig darf man nicht einfach essen oder anwenden, ohne sich vorher zu informieren. Odermennig ist nicht nur eine schöne Pflanze, sondern auch ein kleines Naturwunder. Er zeigt uns, wie klug die Natur ist – und dass sie oft genau das bereithält, was wir brauchen, wenn uns etwas nicht so gut geht.
29 Pflanzenporträts von einheimischen Pflanzen mit wertvollen Informationen und kreativen Aufgaben für den Biologieunterricht.
Klassenstufen: 5-6. Klasse
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